Katastrophe im Himalaya

Nach Sturzflut: Schlamm erschwert Rettungsaktionen in Nepal

Soldaten der nepalesischen Armee betanken einen Hubschrauber, bevor dieser zu einem Rettungseinsatz nach den Sturzfluten abhebt.

Soldaten der nepalesischen Armee betanken einen Hubschrauber, bevor dieser zu einem Rettungseinsatz nach den Sturzfluten abhebt.

Von dpa

Nach der zerstörerischen Sturzflut im Himalaya hat die Armee in Nepal die Such- und Rettungsaktionen intensiviert, stößt aber weiterhin auf große Probleme. „Der schwierigste Teil ist der abgelagerte Schlamm als Folge der Flutwelle“, sagte Armeesprecher Raja Ram Basnet in Battar Bazar in der an Tibet grenzenden Provinz Bagmati. Dadurch sei es sehr schwierig, Hubschrauber in den betroffenen Gebieten wie Temure, Syabrubesi und Mailung zu landen oder zu starten.

Derzeit sind laut Basnet unter anderem 14 Rettungshubschrauber in der Region im Einsatz. Die Rettungsaktionen seien verstärkt worden. Bis zum Freitagabend (Ortszeit) gab die Katastrophenschutzbehörde des Landes die Zahl der Geretteten mit mehr als 4.400 Menschen an.

Soldaten der nepalesischen Armee helfen einer schwangeren Frau, einen Hubschrauber zu erreichen.

Soldaten der nepalesischen Armee helfen einer schwangeren Frau, einen Hubschrauber zu erreichen.

Die Armee bringt auf das Gelände eines Armeetrainingscamps in Battar Bazar kontinuierlich Personen mit Hubschraubern in Sicherheit, die teilweise von der Außenwelt abgeschnitten waren. In Nepal ist die Armee hauptsächlich für Such- und Rettungsaktionen bei Katastrophen zuständig.

Schwer zugängliche Tunnel

Als eine weitere Hürde nannte der Sprecher bestehende Tunnel im Gebirge, in denen Menschen festsaßen. Am Freitagmorgen (Ortszeit) seien nur vier Personen aus den Tunneln gerettet worden. Vermutlich befänden sich in ihnen noch zahlreiche Menschen.

In einem Video war zu sehen, wie die Armee zwei mit Schlamm überzogene Arbeiter lebend aus einem Tunnel an einem Wasserkraftwerk zogen. Die Männer wurden von den Rettern auf dem Rücken zu einem Hubschrauber getragen.

Wie lange die Rettungsaktionen noch andauern könnten, sei schwierig zu sagen, sagte Basnet. Vermisst werden in der bei Touristen beliebten Gebirgsregion 1.924 Personen, darunter 517 Ausländer, wie die nepalesischen Behörden am Freitag mitteilten. Auf chinesischer Seite in Tibet wurden 558 Vermisste gemeldet.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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