Leiche beschlagnahmt

Mordverdächtiger Ex-Hells-Angels-Rocker tot

Der Mann soll vor elf Jahren in einer Kölner Kneipe als Chef der Kölner Hells Angels einen 29-Jährigen erschossen haben. (Symbol)

Der Mann soll vor elf Jahren in einer Kölner Kneipe als Chef der Kölner Hells Angels einen 29-Jährigen erschossen haben. (Symbol)

Von dpa

Die Staatsanwaltschaft hat am Köln/Bonner Flughafen die Leiche eines wegen Mordes gesuchten ehemaligen Hells-Angels-Rockers beschlagnahmen lassen. Inzwischen sei zweifelsfrei erwiesen, dass es sich um den Gesuchten handelt, sagte Oberstaatsanwalt Ulrich Bremer auf Anfrage. Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet. Die Angehörigen hatten den Leichnam aus dem Iran nach Deutschland überführen lassen, um ihn hier zu bestatten.

Der 39-Jährige soll vor elf Jahren in einer Kölner Kneipe als Chef der Kölner Hells Angels einen 29-Jährigen erschossen haben. Er war seither mit internationalem Haftbefehl wegen Mordes gesucht worden. Das Verfahren habe sich mit dem Tod nun erledigt. Es werde eingestellt, und die Fahndungsmaßnahmen würden aufgehoben, so Bremer.

Eine Staatsanwältin hatte im Prozess gegen Mittäter von einer „eiskalten Hinrichtung“ gesprochen. Der Mord soll ein Racheakt für den Einbruch in einen Hells-Angels-Treffpunkt gewesen sein, bei dem Einbrecher Spielautomaten aufgebrochen und geplündert hatten.

Für 5.000 Euro Belohnung hatte ein Tippgeber die Einbrecher an die Rocker verraten. Die nahmen dann in der Kneipe blutige Rache. Durch Schüsse wurden noch zwei weitere Männer lebensgefährlich verletzt.

Der 39-Jährige soll sich nach der Tat über die Türkei in den Iran abgesetzt haben und dort auf bislang ungeklärte Weise zu Tode gekommen sein. Zwischenzeitlich soll er zu den Bandidos übergelaufen sein.

In der Rechtsmedizin seien keine äußeren Hinweise auf ein Fremdverschulden festgestellt worden, sagte Bremer. Toxikologische Untersuchungen, mit denen der Vermutung nachgegangen wird, der 39-Jährige könne vergiftet worden sein, dauerten an.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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