Organisierte Kriminalität

Irlands gefährlichster Gangster? 49-Jähriger in Haft

Der mutmaßliche Gangster soll nach Irland ausgeflogen worden sein.

Der mutmaßliche Gangster soll nach Irland ausgeflogen worden sein.

Von dpa

Der mutmaßliche Anführer einer europaweit bedeutsamen kriminellen Organisation ist von Dubai nach Dublin ausgeflogen worden und in Untersuchungshaft gekommen. Der 49-jährige Ire erschien laut britischer Nachrichtenagentur PA nach der Ankunft zunächst vor einem Sonderstrafgericht. Der Vorwurf: Er soll zwischen Herbst 2015 und Frühjahr 2017 eine organisierte kriminelle Vereinigung geleitet haben. Der britische Sender BBC berichtete, der Anwalt des Beschuldigten habe erklärt, die Vorwürfe, er sei ein Gangster-Boss, seien falsch.

Medien in Großbritannien überschlugen sich, als der Regierungsjet am Sonntag landete. Denn nicht irgendwer saß an Bord. Der Mann steht laut Medien mutmaßlich an der Spitze der berüchtigten Kinahan-Clangruppe in Irland. Im Frühjahr war er bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten festgenommen worden.

Er soll Richtern vorgeführt werden.

Er soll Richtern vorgeführt werden.

Die kriminelle Vereinigung soll schwere Straftaten im Zusammenhang mit organisierter Kriminalität verübt haben. Die Gruppe wird unter anderem mit jahrzehntelangem Drogen- und Waffenschmuggel in Verbindung gebracht. Laut BBC soll es sich bei dem Beschuldigten um den Sohn des Gründers der Verbrecherorganisation handeln.

Die Bande Kinahan Transnational Criminal Organization (KTCO) soll in den 1990er Jahren entstanden sein. Sie soll sich danach zur mächtigsten organisierten kriminellen Gruppierung Irlands entwickelt haben. Später soll sie angefangen haben, über Landesgrenzen hinweg zu agieren.

Vor Jahren war eine Millionensumme für Informationen zum Verbleib des mutmaßlichen Gangster-Bosses ausgesetzt worden. Er soll Spitznamen wie „Chess“, „D“ oder „Cuz“ gehabt haben, wie aus Informationen, die das US-Außenministerium vor Jahren veröffentlicht hatte, hervorgeht.

Laut den Informationen verkaufte die Gruppierung zunächst Kokain und Heroin aus Südamerika in Irland, dann in ganz Großbritannien und auch auf dem europäischen Festland. Hinzu kamen demnach Geldwäsche und Waffenhandel. Zudem sollen Morde verübt worden sein.

Eine Fehde mit einer rivalisierenden Drogenbande in Dublin brachte den Clan weltweit in die Schlagzeilen. 2016 fielen Schüsse in einem Hotel in Dublin bei einer Veranstaltung für einen Boxkampf. Der Beschuldigte soll Ziel gewesen sein, er überlebte unverletzt. Seither wurden laut den Informationen 18 Menschen getötet. Laut PA soll der Beschuldigte am 5. Oktober erneut vor Gericht erscheinen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.