Brauchtum

Fastnacht-Umzug im venezolanischen „Karibik-Deutschland“

In Colonia Tovar leben die Nachfahren von Deutschen aus dem Kaiserstuhl, die im 19. Jahrhundert einwanderten.

In Colonia Tovar leben die Nachfahren von Deutschen aus dem Kaiserstuhl, die im 19. Jahrhundert einwanderten.

Von dpa

Narren und Hexen, Glöckchen und Besen: Das venezolanische „Deutschland der Karibik“ hat seinen traditionellen alemannischen Fastnachtsumzug gefeiert. In der von deutschen Einwanderern gegründeten Colonia Tovar nahmen an den Feierlichkeiten rund 5.000 Menschen teil, wie örtliche Medien berichteten.

Durch die Straßen zogen maskierte Menschen in Jokili-Kostümen, eine Tradition, die vor 50 Jahren in Colonia Tovar eingeführt wurde. Die Narrenfiguren sind ein alter Fastnachtsbrauch in Endingen am Kaiserstuhl im Südwesten Baden-Württembergs.

Colonia Tovar wurde 1843 von deutschen Einwanderern als Ergebnis eines gezielten Ansiedlungsprogramms der venezolanischen Regierung gegründet. Die Stadt liegt in der Küstenkordillere rund 70 Kilometer westlich der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Fachwerkhäuser prägen das für Südamerika ungewöhnliche Stadtbild.

Colonia Tovar ist auch als das «Deutschland der Karibik» bekannt.

Colonia Tovar ist auch als das «Deutschland der Karibik» bekannt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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