Schifffahrt

Fähre vor Zypern gekentert - mindestens sechs Tote

Mehrere Menschen sind bei dem Fährunglück gestorben. (Archivbild)

Mehrere Menschen sind bei dem Fährunglück gestorben. (Archivbild)

Von dpa

Bei einem Fährunfall vor der Insel Zypern sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Das Schiff mit mehr als 250 Passagieren war kurz nach dem Auslaufen aus der Hafenstadt Kyrenia gekentert, sagte der nordzyprische Ministerpräsident Ünal Üstel nach Angaben der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu. Das Schiff war auf dem Weg ins südtürkische Mersin.

172 Menschen seien gerettet worden. Die Rettungsaktion laufe weiter. Dem zyprischen Verkehrsminister Erhan Arikli zufolge drang Wasser in die Fähre ein, und es wurde ein Notruf abgesetzt.

Helikopter kreist über Menschen in Rettungswesten

Auf Bildern des Senders CNN Türk war zu sehen, wie Menschen in Rettungswesten darauf warteten, in Sicherheit gebracht zu werden. Ein Helikopter kreiste über ihren Köpfen. Dem Sender zufolge versuchte der Kapitän, zunächst noch umzukehren.

Der türkische Vizepräsident Cevdet Yilmaz schrieb auf X, die türkische Küstenwache unterstütze bei der Rettung. Die Fähre des Typs Katamaran sei gekentert. Der Notruf wurde türkischen Behörden zufolge vier Seemeilen vor der Küste abgesetzt. Warum Wasser in das Schiff eindringen konnte, war zunächst unklar.

Verkehrsminister Arikli sagte türkischen und zyprischen Medien, dass sich insgesamt 267 Personen auf der Fähre befanden, darunter 259 Passagiere und 8 Besatzungsmitglieder.

Zypern ist seit 1974 nach einem Putsch nationalistischer griechischer Zyprer und einer darauffolgenden türkischen Militärintervention de facto geteilt. Im Jahr 1983 wurde die Türkische Republik Nordzypern (KKTC) proklamiert, die weltweit nur von der Türkei anerkannt wird. 2004 nahm die EU die Insel Zypern als Ganzes in die EU auf.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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