Indonesien

Boot mit Journalisten am Vulkan Anak Krakatau vermisst

Zahlreiche Such- und Rettungsteams sind im Einsatz.

Zahlreiche Such- und Rettungsteams sind im Einsatz.

Von dpa

Fünf Journalisten und drei weitere Passagiere eines nahe dem indonesischen Vulkan Anak Krakatau verschollenen Bootes werden seit Tagen vermisst. Die Gruppe war am Montag von der Küste der Provinz Banten auf Java in See gestochen, um die jüngste Eruption des Vulkans zu dokumentieren, wie die Behörden mitteilten. Der Ausbruch des Anak Krakatau am Freitag vergangener Woche hatte den Flugverkehr in dem Inselstaat ins Chaos gestürzt und weltweit Schlagzeilen gemacht.

Bei den vermissten Journalisten handelt es sich um indonesische Staatsbürger, einer von ihnen arbeitete den Angaben zufolge für die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. An Bord waren außerdem der Kapitän, ein Besatzungsmitglied und ein Guide.

Der Anak Krakatau spuckte gewaltige Mengen Asche in den Himmel.
Der Anak Krakatau spuckte gewaltige Mengen Asche in den Himmel.
Der Anak Krakatau spuckte gewaltige Mengen Asche in den Himmel.
Der Ausbruch des Vulkans machte weltweit Schlagzeilen.
Der Ausbruch des Vulkans machte weltweit Schlagzeilen.
Der Ausbruch des Vulkans machte weltweit Schlagzeilen.
Einsatzkräfte suchen seit Tagen nach den Vermissten.
Einsatzkräfte suchen seit Tagen nach den Vermissten.
Einsatzkräfte suchen seit Tagen nach den Vermissten.
Das Suchgebiet wurde zuletzt erweitert.
Das Suchgebiet wurde zuletzt erweitert.
Das Suchgebiet wurde zuletzt erweitert.

Laut der Rettungsbehörde Basarnas gab es zuletzt am Montagnachmittag (Ortszeit) Kontakt zu der Gruppe. Örtlichen Medien zufolge hatte der Guide noch ein Foto von sich in der Nähe des Anak Krakatau verschickt. Danach brach die Verbindung zu dem Boot ab.

Suche mit Wärmebild-Drohnen

An der Suche beteiligten sich auch das Militär, die Polizei und Fischer in der Region. Die Marine entsandte mittlerweile drei Kriegsschiffe zur Unterstützung. Wegen gefährlicher Wetterbedingungen und hoher Wellen war die Suche zeitweise eingestellt worden. Die Wetterlage habe sich aber beruhigt und stelle derzeit kein Problem mehr dar, sagte Einsatzkoordinator Rizky Dwianto.

Weil aufgrund der weiterhin in der Luft schwebenden Vulkanasche weder Hubschrauber noch Flugzeuge eingesetzt werden konnten, sollten zwei Wärmebild-Drohnen zum Einsatz kommen. Der Suchradius wurde unterdessen erweitert: Es gebe Hoffnung, die Vermissten lebend zu finden - unter anderem könnten sie auf kleineren unbewohnten Inseln gestrandet sein, erklärte Dwianto.

Eine konkrete Erklärung für das Verschwinden des Bootes gibt es bislang nicht. Das Gebiet ist allerdings derzeit besonders unruhig: Der Ausbruch des Anak Krakatau dauerte rund 25 Stunden und auch jetzt stößt er noch in regelmäßigen Abständen Asche und Lava aus. Die indonesische Vulkanologiebehörde PVMBG hält den Vulkan deshalb auf der zweithöchsten Warnstufe 3 und hat eine Sperrzone von drei Kilometern um den Krater festgelegt.

Vulkan entstand nach Mega-Eruption

Der Ausbruch hatte zur zeitweisen Schließung mehrerer wichtiger Flughäfen auf Java und Sumatra geführt - mehr als 170.000 Passagiere waren zu Wochenbeginn betroffen.

Der Name Anak Krakatau bedeutet „Kind des Krakatau“. Der Feuerberg, der zwischen Java und Sumatra liegt, entstand nach der gewaltigen Eruption des Krakatau im Jahr 1883 aus dessen Caldera - also der großen kesselförmigen Vertiefung, die beim Einsturz des Vulkans entstand. 1929 ragte der neue Vulkan erstmals über die Meeresoberfläche.

Der Ausbruch von 1883 zählt zu den verheerendsten Vulkankatastrophen der Neuzeit, mehr als 36.000 Menschen kamen ums Leben. Die damalige Explosion gilt als das lauteste jemals aufgezeichnete Geräusch.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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