Premiere 2027 in Berlin

„Wind Of Change“: Scorpions würden Film gerne in Kiew zeigen

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Die Scorpions-Friedenshymne «Wind Of Change» mit dem gepfiffenen Intro wurde ein Welterfolg. (Archivbild)

Die Scorpions-Friedenshymne «Wind Of Change» mit dem gepfiffenen Intro wurde ein Welterfolg. (Archivbild)

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Von dpa

Die Hardrock-Band Scorpions würde ihren Film „Wind Of Change“ über das Ende des Kalten Krieges gerne auch in Kiew zeigen. „Natürlich wäre es schön, wir haben in der Ukraine viele Konzerte gespielt“, sagte Sänger Klaus Meine der Deutschen Presse-Agentur. Man fühle sich angesichts der russischen Aggression sehr mit dem Land verbunden. „Wir sind traurig, dass die Zeit so zurückgedreht wird und hoffen, dass der Wind sich bald wieder hin zum Frieden dreht.“ Der Film feiert seine Premiere Ende Januar 2027 in Berlin.

Eine Vorführung des Wende-Epos in Moskau sei wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine unrealistisch, sagte Meine (78). Die Scorpions-Ballade „Wind of Change“ steht für das Ende des Kalten Krieges. Der gleichnamige Film, in dem Schauspieler die Musiker verkörpern, zeigt den Weg der Band aus Hannover zum Weltruhm - und hinter den Eisernen Vorhang.

Von Gorbatschow bis Putin

„Unsere Eltern kamen mit Panzern“, sagte Bandgründer Rudolf Schenker (78), „wir kamen mit Gitarren und brachten Love, Peace und Rock'n'Roll in die Sowjetunion.“ Auch Meine hat die Bilder noch vor Augen, als Soldaten der Roten Armee ihre Mützen in die Luft warfen und mit den Fans gefeiert haben. „Wir haben gedacht: Die Welt verändert sich gerade vor unseren Augen.“

Die Wende sei vor allem Michail Gorbatschow zu verdanken, sagte Meine. Der damalige sowjetische Staatschef habe auch dafür gesorgt, dass 1989 in der DDR keine Panzer gegen Demonstranten eingesetzt wurden. „Das dürfen wir ihm nie vergessen.“ Vor fast genau 35 Jahren, im Dezember 1991, trafen die Scorpions Gorbatschow im Kreml zu einem langen Gedankenaustausch. Das sei heute mit dem aktuellen Kremlchef Wladimir Putin undenkbar, sagte Meine.

Die Rock-Zeitreise „Wind Of Change“ (Regie: Alex Ranarivelo) soll auch in anderen Ländern gezeigt werden. „Der Film dokumentiert eine entscheidende Phase der Weltgeschichte“, sagte Gitarrist Matthias Jabs (71). Sich als Filmfigur auf der Leinwand zu sehen, sei gewöhnungsbedürftig. „Denn wir sind es bisher gewohnt, unsere Dinge selbst zu machen. Insofern ist es eine neue Ebene.“

Auch ein Film über deutsch-deutsche Geschichte

Für Meine liegt eine der Botschaften des Films in der Hoffnung auf einen neuen Anfang. „Vielleicht bedarf es einer neuen Generation, die bereit ist, alte Gräben zuzuschütten und zu vergeben“, sagte der Sänger. Schon einmal habe die Musik Brücken gebaut und Menschen zusammengebracht, die durch Grenzen getrennt gewesen seien. „Wind Of Change“ sei daher mehr als ein Film über eine Rockband. Es ist auch ein Film über die deutsch-deutsche Geschichte.

Bei den Scorpions sei nach mehr als 60 Jahren kein Ende in Sicht, sagte Bandgründer und Gitarrist Schenker. „Wir sind eine Band, der es immer noch Spaß macht, ihr Repertoire weltweit zu präsentieren.“ Die Niedersachsen haben für 2027 eine weitere Tournee angekündigt, mit vier Konzerten in Deutschland.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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