Filmfestspiele

Venedig streicht Jury-Pressekonferenz

Artikel vorlesen
Die Jury im vergangenen Jahr, mit Jurypräsident Alexander Payne (2.v.r.). (Archivbild)

Die Jury im vergangenen Jahr, mit Jurypräsident Alexander Payne (2.v.r.). (Archivbild)

Von dpa

Äußerst ungewöhnlich: Bei den Filmfestspielen in Venedig gibt es dieses Mal keine Jury-Pressekonferenz zum Auftakt. Branchenkenner vermuten, dies könnte mit den erhitzten politischen Fragen zusammenhängen, die auf den Pressekonferenzen verschiedener großer Filmfestivals zuletzt gestellt wurden und Filmemacher teils in Nöte brachten.

Die Festivalleitung bestritt allerdings in einer Anfrage des US-Magazins „Deadline“, dass die Entscheidung deswegen getroffen worden sei, und sprach stattdessen von einem „Terminkonflikt“. Eine Jury-Pressekonferenz zum Auftakt ist Standard bei Filmfestivals wie in Venedig, Cannes oder Berlin.

Gaza-Krieg auf Jury-Pressekonferenzen wiederholt Thema

Bei der Berlinale war die Jury-Pressekonferenz im Februar Zündpunkt politischer Debatten über den Gaza-Krieg, die sich über das ganze Festival erstreckten und in einem offenen Brief, Protesten und Stellungnahmen endeten. Jury-Präsident Wim Wenders hatte dort auf eine Frage zum Gaza-Krieg gesagt, Filmschaffende müssten sich aus der Politik heraushalten, sie seien ein Gegengewicht zur Politik.

Anschließend wurden Filmschaffende auf Pressekonferenzen immer wieder aufgefordert, sich zum Gaza-Krieg zu positionieren. Auch beim Filmfest Venedig war das im vergangenen Jahr Thema, vor allem wegen des Films „The Voice of Hind Rajab“ über ein getötetes palästinensisches Mädchen. Die Regisseurin Kaouther Ben Hania gewann damit den zweitwichtigsten Preis des Festivals, dieses Jahr sitzt sie in der Wettbewerbsjury. Jury-Präsidentin ist diesmal die US-Schauspielerin und Regisseurin Maggie Gyllenhaal.

2025 wurde Jury-Präsident Alexander Payne bei der Eröffnungs-Pressekonferenz in Venedig ebenfalls zum Gaza-Konflikt befragt. Auch dieses Jahr läuft ein Film über den Gaza-Krieg im Wettbewerb: „Naza“ von Yuval Abraham und Rachel Szor. Die beiden Regisseure gehörten zum vierköpfigen Regieteam des 2025 mit einem Oscar ausgezeichneten Dokumentarfilms „No Other Land“.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.