Literatur

Armin Laschet erlebt sich bei Lesung selbst als „00-Laschet“

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Armin Laschet las selbst aus «00-Laschet» - einem Buch, in dem er als etwas tölpelhafter Spion dargestellt wird.

Armin Laschet las selbst aus «00-Laschet» - einem Buch, in dem er als etwas tölpelhafter Spion dargestellt wird.

Von dpa

Sich selbst als lustige Romanfigur auf einer Lesung zu erleben, dürfte nicht jedermanns Sache sein - Ex-Kanzlerkandidat Armin Laschet (65) hat sich davon nicht abschrecken lassen. Der CDU-Politiker besuchte in seiner Heimatstadt Aachen eine Lesung des Bestseller-Autors David Safier (59, „Miss Merkel“). Dieser las dabei - im Beisein von Laschet - Passagen aus seiner neuen Krimikomödie „00-Laschet“ vor. Laschet trat sogar selbst auf die Bühne und rezitierte ebenfalls ein Kapitel.

Zur Einordnung muss man wissen: Safier verwandelt den CDU-Politiker in dem Krimi in einen fiktiven, etwas tollpatschigen Spion wider Willen. In einer Art alternativen Realität bekommt Laschet nach seiner gescheiterten Kanzlerkandidatur doch noch ein Spitzen-Amt - er wird Bundespräsident. Ungeplant muss er dann allerdings auch noch einem Geheimdienst zuarbeiten, der sich unter Schloss Bellevue versteckt.

Es ist nicht anzunehmen, dass jedem Politiker eine derart ulkige Bearbeitung der eigenen Person gefallen würde. Safier zeichnet Laschet zwar als einen Menschen mit großem Herz, aber auch mit einer eher gemütlichen Attitüde. Cool wie James Bond kommt er nicht rüber. Auf dem Buchcover hält der fiktive Geheimdienst-Laschet statt einer Pistole einen Haartrockner in der Hand.

Zudem steht der Slogan „Lizenz zum Lachen“ auf dem Buch. Ein unglückliches Lachen von Laschet im Flutgebiet 2021 gilt als einer der Gründe, warum der CDU-Politiker nicht Kanzler wurde.

Der Humor ist wichtig

„Man muss ein bisschen Humor mitbringen“, sagte Laschet der Deutschen Presse-Agentur am Rande der Lesung, die im Forum der „Aachener Zeitung“ stattfand. Und den habe er. Ungewöhnlich sei die Sache für ihn natürlich dennoch. „Als ich das erste Mal hörte, dachte ich, das sei ein Scherz. Aber es ist ja ein reales Buch.“ Er finde es nun auch „an sich gelungen“.

David Safier hat bereits sehr erfolgreich Angela Merkel in seiner „Miss Merkel“-Reihe zu einer Hobby-Detektivin umgedeutet. Merkel-Besuche seiner Lesungen sind ihm jedoch nicht bekannt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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