Kunst des Vandalismus
Illegale Graffiti in Regensburg: Einem Sprayer auf den Fersen

Ralph Stockbauer
Max trägt dunkle Kleidung, über dem Gesicht eine FFP2-Maske. Er will unerkannt bleiben. Doch im Licht der Straßenlaternen kommt selbst der kleinste Farbklecks auf der buttergelben Wand zum Vorschein.
Die schwarze Gestalt kommt, wenn Regensburg das Licht ausknipst. Auch in dieser Samstagnacht. Es ist kurz nach halb drei, der Weinweg schläft – nur hinter einem Fenster brennt Licht. Ein Mann steht in seiner Küche und schnippelt. Draußen drückt der Maskierte mit seinem Finger auf eine Spraydose. Orangefarbener Nebel presst sich mit einem Zischen aus der Dose und verfärbt die buttergelbe Garagenwand neben dem Mietshaus. Der Maskierte heißt Max (Name von der Redaktion geändert). Und wird jetzt wieder zum Straftäter.
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