Serien-Tipp
„Young Sherlock“ zeigt die Geburt des Meisterdetektivs in acht Fällen

Daniel Smith/Prime Video/dpa
Gemeinsam mit James Moriarty (Dónal Finn, links) gerät Sherlock Holmes (Hero Fiennes Tiffin) ins Visier von Mördern.
Darum geht’s: Der 19-jährige Sherlock Holmes kommt nach einem erneuten Gefängnisaufenthalt nach Oxford. Mit einer Anstellung als Hausdiener an der Universität sollen ihm seine Flausen endlich aus dem Kopf getrieben werden.
Doch da hat sein Bruder Mycroft, der ihm den Job besorgt hat, die Rechnung ohne Sherlocks Gespür für Verbrechen gemacht. Zusammen mit dem Stipendiaten James Moriarty gerät er von Folge zu Folge mehr in die Verschwörung einer chinesischen Prinzessin. Die Suche nach Antworten führt ihn außerdem immer tiefer in seine eigene Familiengeschichte.
Das Besondere: Wie auch schon bei den beiden Sherlock-Holmes-Filmen mit Robert Downey Jr. und Jude Law führt bei der Serie „Young Sherlock“ Guy Ritchie Regie. Das merkt man auch. Ein Beispiel: Momente, die Sherlock im Nachgang noch einmal durchdenkt, kann er als Zuschauer erneut erleben. Ein netter Sidefact: Der Vater des jungen Sherlock wird von Heros Onkel Joseph Tiffin gespielt.
Fazit: Es gibt zahlreiche Adaptionen der Geschichten von Sherlock Holmes, mehr, als man jemals schauen könnte. Am ehesten kann sie in Ton und Bild mit den beiden Filmen aus den Jahren 2009 und 2011 verglichen werden, was an Guy Ritchie als gemeinsamem Regisseur liegen könnte. Auch wenn ein Vergleich unfair ist, hofft man als Fan der „Sherlock“-Serie auf mehr Tempo und Witz in den Dialogen. Auch Sherlock Holmes selbst ist in seinen jungen Jahren weitaus weniger schrullig, als man ihn auf der Leinwand bisher kennengelernt hat.
Viele wird der Fakt, dass Hero Fiennes Tiffin (bekannt aus der „After“-Filmreihe) die Rolle des Meisterdetektivs übernommen hat, an den Bildschirm gelockt haben. Er und Moriarty-Darsteller Dónal Finn harmonieren großartig. Finn ist Tiffin stellenweise sogar überlegen – doch Benedict Cumberbatchs Verkörperung des Sherlock Holmes können beide nicht wirklich das Wasser reichen.
„Young Sherlock“, Mystery-Serie, verfügbar auf Amazon Prime Video, acht Episoden à circa 50 Minuten, freigegeben ab zwölf Jahren, Fortsetzung noch offen.







