App-Tipp

WhatsApp baut den Kontoschutz aus und gibt Angerufenen mehr Infos

Das Passkey-Verfahren gilt alsbesonders sicher.

Das Passkey-Verfahren gilt alsbesonders sicher.

Wahl-O-Mat
Von dpa

WhatsApp hat drei neue Sicherheitsfunktionen eingeführt, mit denen Nutzer sich und ihre Konten besser schützen können sollen. Zum einen lassen sich nun bei Bedarf auch mehrere Passkeys für ein Konto erstellen. Zum anderen wird die Verifizierung in zwei Schritten zum Zurücksetzen des Kontos sicherer gestaltet. Außerdem gibt es mehr Infos auf dem Display, wenn unbekannte Anrufe hereinkommen - allerdings nicht auf allen Geräten. Die drei Neuerungen im Detail:

1. Passkeys: Nutzer können jetzt mehr als einen Passkey für ein Konto hinterlegen, was Meta zufolge insbesondere dann hilfreich zum Tragen kommt, wenn sowohl iOS- als auch Android-Mobilgeräte parallel genutzt werden. Einfach in den Einstellungen auf „Konto/Passkeys“ gehen und weitere Geräte hinzufügen. Bei Passkeys handelt es sich um ein Log-in-Verfahren, das ohne Passwörter auskommt und über automatisch erstellte kryptografische Schlüssel funktioniert, die im Hintergrund ausgetauscht werden. Es gilt als besonders sicher, weil Passkeys, anders als Passwörter, nicht einfach erbeutet, gestohlen, erraten oder auch vergessen werden können - und als besonders komfortabel, weil Nutzer die Anmeldung nur kurz per Fingerabdruck, Face ID oder Bildschirmsperrcode bestätigen müssen.

2. Verifizierung in zwei Schritten: Diese Sicherheitsfunktion wird gestärkt, indem Nutzer künftig statt der bisherigen sechsstelligen PIN auch ein individuelles Passwort wählen können. Die Verifizierungsoption an sich bleibt optional. Ihre Aktivierung ist aber ratsam, weil dann zum Zurücksetzen des Kontos nicht mehr allein ein per E-Mail verschickter Link genügt. Ist die Verifizierung aktiviert, fordert WhatsApp in regelmäßigen Abständen die Eingabe der PIN oder des Passworts, damit man sie nicht vergisst.

3. Anrufinfos: Bei eingehenden Anrufen von unbekannten Nummern, die nicht auf der eigenen Kontaktliste stehen, gibt es künftig zusätzliche Informationen - zum Beispiel, ob die Nummer aus einem anderen Land stammt oder ob man vielleicht gemeinsam mit der betreffenden Person Mitglied in Gruppen ist.

Dieser Kontext soll die Entscheidung erleichtern, ob man einen Anruf annimmt oder nicht, weil vielleicht Betrüger am anderen Ende der Leitung lauern. Allerdings gibt es diese zusätzlichen Anrufinfos erst einmal nur auf Android-Mobilgeräten.

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