Film-Tipp
„Nope“ von Jordan Peele kombiniert kosmischen Horror mit einem Western

IMAGO / Capital Pictures
Gemeinsam stellen sich zwei Geschwister dem unbekannten Schrecken – den sie vielleicht besser nicht hätten filmen sollen.
Man vermische einen Western wie „Der schwarze Falke“ mit einem mysteriösen Science-Fiction-Film wie „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ und füge eine Prise Grusel hinzu. Das Ergebnis: „Nope“ von Regisseur Jordan Peele.
Darum geht’s: Der US-amerikanische Spielfilm erzählt die Geschichte der zwei Geschwister Otis und Emerald, die eine Pferderanch in einem kalifornischen Wüstental betreiben. Nachdem der Vater der beiden durch einen mysteriösen Metallregen umkommt, häufen sich weitere merkwürdige Ereignisse. Es kommt zu Stromausfällen und sowohl das Wetter als auch die Pferde scheinen verrückt zu spielen. Als sie rätselhafte Phänomene am Himmel beobachten, beschließen sie, Kameras auf dem Grundstück zu installieren, um der Sache auf den Grund zu gehen – ohne zu ahnen, was auf sie zukommt.
Das Besondere: Jordan Peele ist bekannt dafür, Horror mit gesellschaftlichen Themen zu verbinden. Auch diesmal gelingt es ihm, mit „Nope“ sein Publikum zu fesseln und zugleich zum Nachdenken anzuregen. Denn der paranormale Schrecken ist, wie zu erwarten, auch das perfekte Ziel der Schaulustigen. Hinter dem Versuch, das seltsame Wolkenwesen in der Kamera einzufangen, steckt nämlich auch der Wunsch nach Ruhm und Geld – eine starke Kritik an der Unterhaltungsindustrie.
Neben der spannenden Handlung und der gelegentlichen Komik sind es die eindrucksvollen Bilder, die teils aus besonderen Weitwinkel-Perspektiven gedreht wurden, die in Erinnerung bleiben.
Fazit: Der Film überzeugt mit nervenzerreißender Spannung. Also: Popcorn bereithalten – und vielleicht auch eine Decke zum Verstecken. Vera Kilburg
„Nope“, Horror/Sci-Fi, Dauer: 130 Minuten, verfügbar auf Joyn, empfohlen ab zwölf Jahren.



