Buch-Tipp
In „Weavingshaw“ begibt sich der Leser auf die Suche nach den Toten
Autorin Heba Al-Wasity ist in Libyen als Kind irakischer Geflüchteter geboren, in Kanada aufgewachsen und hat Medizin in England studiert. Sie arbeitete in der Notfallmedizin und auf psychiatrischen Stationen. In „Weavingshaw“ fließen viele ihrer Erfahrungen mit ein sowie ihre Liebe zur Fantastik.
Darum geht’s: Leena hütet ein Geheimnis. Ein düsteres, das sie nun für die Rettung ihres Bruders einsetzen muss: Sie kann Tote sehen. Da ihr Bruder erkrankt ist, sieht sie keinen anderen Ausweg, als sich an den berüchtigten Mr. Saint Silas zu wenden, der Geld gegen Geheimnisse eintauscht. Ein Handel, der sie an ihn bindet.
Saint Silas ist unnahbar und grausam und Leena beginnt, ihn zu hassen. Bis seine kühle Fassade Risse bekommt, was in Leena zarte Gefühle weckt. Nebenbei muss sie ihm helfen, einem uralten Geheimnis auf den Grund zu gehen, was sie zu dem geheimnisvollen Herrenhaus Weavingshaw führt. Können die Geister dort helfen?
Fazit: Heba Al-Wasity hat eine schöne Sprache und eine tolle Welt erschaffen. Weavingshaw ist eine spannende, rundum gelungene Fantasy-Geschichte mit glaubwürdigen Charakteren und Themenparallelen zu unserer Zeit. Die Liebesgeschichte wird langsam aufgebaut und bleibt zunächst im Hintergrund, was dem Buch guttut und der düsteren Grundstimmung den entsprechenden Raum lässt. So wird das Buch nie langweilig. Am Ende, mit einem bösen Cliffhanger, bekommt man sofort Lust auf Band zwei, der im April 2027 erscheint.










