Forschung und Entwicklung

Weniger europäische Patentanmeldungen aus Deutschland

Das Europäische Patentamt in München. (Archivbild)

Das Europäische Patentamt in München. (Archivbild)

Von dpa

Deutschland fällt bei Patentanmeldungen im europäischen Vergleich zurück. Aus Deutschland kamen vergangenes Jahr 24.476 Anmeldungen, wie das Europäische Patentamt (EPA) mitteilt. Das bedeutet einen Rückgang um 2,2 Prozent im Jahresvergleich. Insgesamt verzeichnet das EPA allerdings so viele Anmeldungen wie noch nie binnen eines Jahres, nämlich 201.974 und damit etwas mehr als im Vorjahr.

Deutschland verteidigt damit im vergangenen Jahr seinen zweiten Platz hinter den USA, die mit 47.008 Anmeldungen unangefochtener Spitzenreiter sind. Auf Rang drei löst China Japan ab. Insgesamt kamen aus China 22.031 Patentanmeldungen. Das waren knapp 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Sollten die Trends in Deutschland und China anhalten, könnte die Bundesrepublik im laufenden oder nächsten Jahr von Platz zwei verdrängt werden.

Die reine Zahl der Patentanmeldungen sagt allerdings nicht unbedingt etwas über Innovationskraft aus, da es je nach Land oder Unternehmen unterschiedliche Ansätze geben kann, ob nur größere Neuerungen oder auch kleine Dinge als Patent angemeldet werden.

Die größten Patentanmelder auf Unternehmensebene waren 2025 erneut Samsung, Huawei und LG mit 5.337, 4.744 und 4.464 Anmeldungen. Bestplatziertes Unternehmen aus Deutschland ist Siemens auf Rang sechs mit 1.653. BASF schaffte es mit 1.372 auf Rang acht.

Auch Bosch (1.185 Anmeldungen), die Fraunhofer-Gesellschaft (599) und Siemens Energy (480) schaffen es in die Top 50 aller Anmelder beim EPA.

Im Vergleich der Bundesländer hat Bayern die Nase vorn: 6.628 Anmeldungen kommen aus dem Freistaat, dahinter folgen Baden-Württemberg mit 5.327 und Nordrhein-Westfalen mit 4.619. Dazu dürfte auch beigetragen haben, dass München nicht nur Sitz des EPA ist, sondern auch Europas führende Patentstadt. Die wenigsten Anmeldungen kamen aus Mecklenburg-Vorpommern mit 51, Bremen mit 76, Sachsen-Anhalt mit 84 und dem Saarland mit 95.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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