Hauptsächlich Sachschäden

Unfälle und Staus nach Neuschnee auf Ostbayerns Straßen

Das Winterwetter sorgt in Ostbayern für Beeinträchtigungen.Die B20 war zeitweise gesperrt. Das Polizeipräsidium Niederbayern fand dennoch Lob für die Autofahrer.

Die Straßen in Niederbayern und der Oberpfalz waren am Montagmorgen verschneit. (Symbolbild)

Die Straßen in Niederbayern und der Oberpfalz waren am Montagmorgen verschneit. (Symbolbild)

Von Redaktion idowa

Neuschnee und Glätte haben den Verkehr auf Ostbayerns Straßen zu Wochenstart mancherorts ausgebremst. In der Oberpfalz kam es seit 1.30 Uhr zu zahlreichen Verkehrsunfällen wegen Glätte. Nach aktuellem Stand registrierte das Polizei Präsidium Oberpfalz bislang 60 Verkehrsunfälle. Glücklicherweise blieb es in den meisten Fällen bei Sachschäden. Bei insgesamt fünf Unfällen wurden Personen leicht verletzt. 

Ein 56-jähriger bulgarischer Fahrer eines Sattelzugs war in den frühen Morgenstunden auf der A93 in Fahrtrichtung Hof unterwegs, als er zwischen der Anschlussstelle Regensburg Süd und dem Autobahnkreuz Regensburg wegen Schneeglätte die Kontrolle über seinen Sattelzug verlor und sich in der rechten Leitplanke verkeilte. Der Auflieger blieb quer zur Fahrbahn liegen, sodass er die gesamte Fahrbahn blockierte. Die A93 war deshalb ab 4.30 Uhr komplett gesperrt. Die Bergung des Lkw ist zwischenzeitlich abgeschlossen, die Fahrbahn für den Verkehr wieder freigegeben. Der Gesamtschaden beläuft sich laut Polizei auf circa 70.000 Euro.

Der querstehende LKW auf der A93.

Der querstehende LKW auf der A93.

Aufgrund des Lkw-Unfalls stand ein Fahrer eines Transporters kurz nach der Anschlussstelle Regensburg Süd im Stau. Deshalb wendete er und fuhr entgegen der Fahrtrichtung auf der linken Spur. Hierbei stieß er mit einem Peugeot zusammen, der noch auf einen hinter ihm stehenden Sattelzug geschoben wurde. Der Peugeot-Fahrer und der Fahrer des LKW blieben unverletzt. Gegen den leicht verletzten Unfallverursacher leitete die Polizei ein Ermittlungsverfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ein. Der Transporter sowie der Peugeot mussten abgeschleppt werden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf circa 16.000 Euro.

Polizeipräsidium Niederbayern zieht positive Bilanz

In Niederbayern kam es seit 2.30 Uhr zu mehreren „wetterentsprechenden Unfällen“, wie das Polizeipräsidium Niederbayern auf Nachfrage unserer Mediengruppe mitteilt. So staute es sich beispielsweise gegen 9.15 Uhr auf der B20 zwischen Stallwang und Cham. Bei Trebersdorf rutschte ein LKW in den Graben. Seit 13 Uhr ist die B20 wieder komplett freigegeben.

Um kurz nach 1 Uhr kam der Fahrer eines in Richtung München fahrenden Sattelzugs auf der A92 auf Höhe Essenbach nach rechts von der Fahrbahn ab und kippte auf die rechte Seite. Der 35-jährige Fahrer wurde leicht verletzt und mit dem Rettungsdienst in ein Krankenhaus gebracht. Die Bergemaßnahmen des LKW zogen sich bis in den Nachmittag, wobei auch die rechte Fahrspur teilweise gesperrt werden musste. Der Sachschaden beträgt laut Polizei mindestens 60.000 Euro.

Auf der A92 kamen am Vormittag noch drei weitere Fahrer ins Schleudern. Sie blieben unverletzt.

Gegen 8.15 Uhr war ein 48-Jährigerr zusammen mit drei Mitfahrern auf der Staatsstraße 2134 von Rinchnach kommend in Richtung Dreieck unterwegs. Hierbei geriet der 48-Jährige mit seinem Fahrzeug bei ins Schleudern und kam damit nach links von der Fahrbahn ab, wo sich das Auto an einer angrenzenden Böschung überschlug und auch dem Fahrzeugdach liegen blieb. Alle vier Insassen blieben bei dem Unfall unverletzt. Der Schaden wird auf 60.000 Euro geschätzt. Während der Bergung musste die Staatsstraße voll gesperrt werden.

Im Stadtgebiet Straubing kam zu mehreren Verkehrsunfällen, wobei nach derzeitigem Stand niemand verletzt wurde. Auf der B20 bei Steinach kam es zu einem Auffahrunfall zwischen einem Subaru eines 26-Jährigen und einem Seat eines 21-Jährigen. Der 26-Jährige wurde leicht verletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf insgesamt circa 20.000 Euro.
Ebenfalls auf der B20 bei Oberschneiding kam ein 21-jähriger Autofahrer beim überholen nach rechts von der Fahrbahn ab und rutschte gegen die Leitplanke. Der 21-Jährige blieb unverletzt. Der entstandene Sachschaden beläuft sich auf circa 6.000 Euro.

Geduld mussten Autofahrer am Montagmorgen auf der B20 bei Landau mitbringen: Rund um die Anschlussstelle Landau Süd bildeten sich lange Staus, weil es zu einem Unfall mit vier Fahrzeugen gekommen war.

Insgesamt kam es in Niederbayern bis 10 Uhr zu 36 witterungsbedingten Einsätzen wovon 30 Verkehrsunfälle waren. Insgesamt hätten sich die Leute dem Wetter „gut angepasst“, sagt Pressesprecher Günther Tomaschko.

Schnee, Graupel und Regen zum Rosenmontag

Der Rosenmontag in Bayern ist mit Blick aufs Wetter eine eher ungemütliche Angelegenheit: Es soll zunächst glatt werden, dann soll es Schauer und Graupel geben. Vereinzelt sind laut Deutschem Wetterdienst (DWD) sogar kurze Gewitter möglich. Im Umfeld der Alb, in Niederbayern und im Nordosten könne es zwischen zwei und fünf Zentimeter Neuschnee geben. In den Mittelgebirgen und in den Alpen schneit es zeitweise auch stärker.

In der Nacht zum Dienstag sind weitere Schauer vorhergesagt, die bis in tiefere Lagen hinein zu Schnee werden können. Bei Tiefstwerten von plus 3 bis minus 1 Grad könne es gebietsweise glatt werden. Auch tagsüber fallen Schnee, Regen oder Graupel. Im südlichen Bayern weht ein kräftiger Wind, der in Hochlagen des Bayerischen Waldes und in den Alpen auch stärker ausfallen kann.

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