Stadt richtet Taskforce ein

Wasserversorgung am Limit - München stellt Brunnen ab

Auch der Fischbrunnen am Marienplatz in der Innenstadt soll abgeschaltet werden. (Archivbild)

Auch der Fischbrunnen am Marienplatz in der Innenstadt soll abgeschaltet werden. (Archivbild)

Von dpa

Wegen des deutlich höheren Trinkwasserverbrauchs ergreift die Stadt München Notmaßnahmen zum Wassersparen. Zehn der 150 Zierbrunnen, die am meisten Wasser verbrauchen, würden innerhalb von ein bis zwei Werktagen abgeschaltet, teilte die Stadt mit. „Dies spart 43 Prozent des gesamten Wasserverbrauchs aller Brunnen ein.“ Weitere 56 Brunnen sollen weniger lang in Betrieb sein, um Wasser zu sparen.

Zudem wolle die Stadt städtische Grün- und Außenanlagen weniger oder nicht mehr bewässern und den Wasserverbrauch von Schulschwimmbädern auf ein Minimum begrenzen. An städtischen Gebäuden könnten die Fenster nicht mehr gereinigt und Fahrzeuge der Stadt nicht mehr gesäubert werden.

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) betonte: „Wir haben eine seit den frühen 1970er Jahren nicht dagewesene Ausnahmesituation. Der durch die langanhaltende Hitze deutlich gestiegene Wasserbedarf bringt das Versorgungssystem der Stadtwerke München an seine Grenzen.“

Die Münchnerinnen und Münchner müssten sich aber keine Sorgen um ihre Trinkwasserversorgung machen. „Die Trinkwasserversorgung in München ist aktuell gesichert“, sagte Krause. Er rief aber zur Mithilfe beim Wassersparen auf: „Jeder Liter, der nicht verbraucht wird, hilft, die Situation zu entschärfen.“

Die Menschen in München sollten vor allem auf das Bewässern von Gärten und das Befüllen von Pools und Planschbecken verzichten - ebenso auf das Autowaschen. Zudem helfe, zu duschen statt zu baden.

Die Rekordhitze der vergangenen Tage habe zu einem außergewöhnlich hohen Trinkwasserverbrauch geführt, teilte die Stadt mit. Ein Sprecher der Stadtwerke hatte gesagt, dass der Verbrauch um gut ein Fünftel gestiegen sei. Im Frühjahr sei aber wegen historisch niedriger Niederschläge wenig Grundwasser neu gebildet worden, deshalb könne für die Versorgung weniger Wasser entnommen werden. Auch die Niederschläge der vergangenen Tage hätten laut den Stadtwerken München quasi nichts an der Situation geändert.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.