Drogenrazzia
Vier Festnahmen nach Kokain-Razzia in Unterfranken

Karl-Josef Hildenbrand/dpa
Bei einer Razzia wegen Kokainhandels wurden vier Menschen in Unterfranken festgenommen. (Symbolbild)
Bei einer Razzia in mehreren Gaststätten und Wohnungen wegen des Verdachts auf schwunghaften Kokainhandel sind in Unterfranken vier Menschen festgenommen worden. Zudem seien Drogen, Waffen und Wertgegenstände beschlagnahmt worden, teilte die Polizei nach dem Großeinsatz in den frühen Morgenstunden mit.
Die Polizei stellte unter anderem ein Motorrad sicher, das nach Einschätzung der Ermittler mit dem Geld aus dem Kokainhandel finanziert wurde, außerdem mehrere zehntausend Euro in Bargeld und Kryptowährungen.
Als Hauptverdächtige gelten zwei 35 und 44 Jahre alte Männer, für die Haftbefehle beantragt worden waren, ebenso wie für einen weiteren Beteiligten. Sie wurden ebenso wie eine weitere Person festgenommen und sollten am Wochenende am Amtsgericht Aschaffenburg vorgeführt werden.
Kriminalpolizei und Staatsanwaltschaft hatten sich nach umfangreichen Ermittlungen zu der Aktion in Aschaffenburg und am Untermain entschlossen, an der auch ein Spezialeinsatzkommando beteiligt war. Um 6.00 Uhr morgens hatten Einsatzkräfte demnach eine Gaststätte „schlagartig“ betreten und durchsucht. Auch die Gäste des Lokals seien festgesetzt worden. Zwei weitere Lokale seien ebenfalls durchsucht worden. Die Drogen sollen mutmaßlich über die Gaststätten verkauft worden sein.
Dann weitete sich die Aktion aus. Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg habe noch am frühen Morgen entschieden, neun weitere Objekte zu durchsuchen, darunter auch mehrere Wohnungen, so die Polizei. Bei den Ermittlungen sei deutlich geworden, dass ein größeres Netzwerk dahinterstecke, heißt es im Polizeibericht.
Die Ermittlerinnen und Ermittler stellten bei den Durchsuchungen der Mitteilung zufolge auch Betäubungsmittel, rund 100 Gramm Kokain und Schutzwesten sicher, ebenso wie ein Kampfmesser, eine Schreckschusspistole und zwei Schlagstöcke.








