Kreativ ausgeschmückt
Schienenersatzverkehr per Hovercraft? Agilis mit neuem Aprilscherz
Agilis ist seit Jahren für kreative Aprilscherze bekannt, die auch erfahrene Redakteure nicht immer auf den ersten Blick als solche erkennen. 2025 war es „RailBnB“, eine Option für Übernachtungen in agilis-Zügen – interessant, aber natürlich April-Quatsch. Jetzt also Luftkissenboote.
Laut Pressemitteilung startet das Unternehmen am 1. April (!) einen Pilotversuch für ein „Mobilitätsangebot, das unabhängig von Schiene und Straße eingesetzt werden kann“. Im Donautal werde der Einsatz eines „wassergebundenen Ersatzverkehrs für die Linie RB 17“ erprobt, um während der aktuellen – und tatsächlich existierenden – Korridorsanierung das Netz zu entlasten.
Der Geschäftsführer scherzt mit
Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie sei „der Einsatz von Passagier-Hovercrafts positiv geprüft“ worden, Testfahrten ohne Fahrgäste würden am 1. April beginnen. Im Laufe des Sommers könne dann der Probebetrieb mit Fahrgästen starten, so der Bahnbetreiber weiter. Später würden die exotischen Fahrzeuge angeblich zwischen Ingolstadt und Regensburg auf der Donau verkehren.
„Wir waren zunächst skeptisch“, lässt sich Agilis-Geschäftsführer Gerhard Knöbel zitieren. „Nach den ersten Tests gehen wir aber davon aus, dass die Luftkissenfahrzeuge je nach der Verkehrssituation auf der B16 eine konkurrenzfähige Reisezeit zum bestehenden Schienenersatzverkehr mit Bussen bieten.“
Luftkissenboot aus Großbritannien?
Mit erstaunlichem Detailreichtum schmückt der Bahnbetreiber den Scherz aus: Man habe ein Hovercraft aus der Flotte angemietet, die normalerweise in Großbritannien zur Isle of Wight verkehrt, und im Agilis-Design umgestaltet, heißt es weiter. „Es kann 78 Passagiere mit bis zu 90 km/h bei einer maximalen Wellenhöhe von bis zu zwei Metern befördern“, behauptet Agilis.
„Im Inneren erwarten die Reisenden moderne und besonders komfortable Sitzplätze, eine digitale Live-Information zur Fahrt und zu Highlights entlang der Strecke.“ Zudem sollen die vier Motoren des Luftkissenboots angeblich mit „Bioethanol aus regionaler Erzeugung ökologisch CO2-neutral und wirtschaftlich betrieben werden können“.
Sogar eine „Stellenausschreibung“ gibt's
Auch an die Bürokratie wurde bei dem Scherz gedacht: Man habe bereits Mitarbeiter eingestellt, „die neben dem Triebfahrzeugführerschein den entsprechenden Bootsführerschein für Fahrgastbeförderung auf Bundeswasserstraßen besitzen“, heißt es weiter.
Und apropos: Angeblich sucht Agilis für die Pilotphase des Projekts sogar noch „Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Weiterbildung als Hovercraft-Pilot (m/w/d)“. Voraussetzung sei der Besitz eines Bootsführerscheins zur Fahrgastbeförderung, „technische Kenntnisse im Betrieb von Luftkissenfahrzeugen sowie Erfahrung im Fahrgastbetrieb“ seien wünschenswert. Ob es Bewerbungen geben wird, wird sich zeigen. So und so aber – guter Versuch, Agilis!















