Zulieferindustrie

Schaeffler blickt mit Vorsicht in die Zukunft

Der Zulieferer Schaeffler ist bei seinen Umsatzzielen vorsichtig und will sich von der Automobilindustrie unabhängiger machen (Archivbild).

Der Zulieferer Schaeffler ist bei seinen Umsatzzielen vorsichtig und will sich von der Automobilindustrie unabhängiger machen (Archivbild).

Von dpa

Der Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler blickt nach einem erneut verlustreichen Jahr 2025 mit Vorsicht in die nähere Zukunft. Der Vorstand peilt einen Umsatz in Höhe von 22,5 bis 24,5 Milliarden Euro an - nachdem der Umsatz im vergangenen Jahr um 3,4 Prozent auf 23,5 Milliarden Euro zurückgegangen war.

Schaeffler hatte im vergangenen Jahr zwar beim operativen Ergebnis um 11,1 Prozent auf 936 Millionen Euro zugelegt. Unter dem Strich blieb aber ein Nettoverlust von 424 Millionen Euro stehen. Dies ist auf hohe Sonderbelastungen aus dem Konzernumbau zurückzuführen. Schaeffler hatte 2023 das Schwesterunternehmen Vitesco übernommen und arbeitet weiterhin an der Integration des Zukaufs. Im Jahr 2024 hatte der Verlust mit 632 Millionen Euro sogar noch höher gelegen.

Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld muss bei der Jahresbilanz seines Unternehmens erneut rote Zahlen verkünden (Archivbild).

Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld muss bei der Jahresbilanz seines Unternehmens erneut rote Zahlen verkünden (Archivbild).

Das Unternehmen setzt im Automobilbereich verstärkt auf Elektroantriebe. „In unserem Kerngeschäft machen wir gute Fortschritte. Das gilt vor allem für die Sparte E-Mobility, wo wir überdurchschnittlich stark gewachsen sind“, sagte Schaeffler-Vorstandschef Klaus Rosenfeld. Die Umsätze in diesem Geschäftsfeld seien um sieben Prozent auf 5,015 Milliarden Euro geklettert.

Rosenfeld hatte zuvor angekündigt, die Abhängigkeit vom Zuliefergeschäft für die Automobilindustrie graduell zu reduzieren. Geschäftsfelder wie Rüstung und humanoide Roboter sollen hinzukommen. Das Unternehmen erhofft sich bis 2035 einen Umsatzanteil von zehn Prozent durch solche Unternehmungen. Bereits in Kürze soll ein Zulieferauftrag für den Drohnenhersteller Helsing unter Dach und Fach gebracht werden. Schaeffler will Elektromotoren für Kampfdrohnen beisteuern.

Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 110.000 Menschen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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