Retter in Not

Rettungsdienste protestieren gegen befürchteten Geldmangel

Rettungshubschrauber retten in besonders dringlichen Notfällen und in ländlichen oder abgelegenen Regionen Leben. (Symbolbild)

Rettungshubschrauber retten in besonders dringlichen Notfällen und in ländlichen oder abgelegenen Regionen Leben. (Symbolbild)

Von dpa

Rettungsdienste und Luftrettung fürchten wegen der geplanten Änderungen im Gesundheitswesen finanzbedingten Schaden für die schnelle Hilfe in medizinischen Notfällen. In einem gemeinsamen Appell fordern acht Organisationen und Verbände von ADAC bis zum Roten Kreuz eine verlässliche Finanzierung und Mitsprache bei künftigen Entscheidungen. Ohne zuverlässige Refinanzierung sehen sie die Qualität der Notversorgung in Gefahr.

Anlass des Warnrufs ist eine Bundestagsanhörung zu dem Thema an diesem Mittwoch. Neben ADAC und Rotem Kreuz sind an dem Appell die Deutsche Luftrettung, Feuerwehrverband, Arbeiter-Samariter-Bund, Johanniter, Malteser und die DLRG beteiligt.

Warnung vor schlechterer Notfallversorgung

„Die Reform der Notfallversorgung kann nur gelingen, wenn der Rettungsdienst auch künftig zuverlässig finanziert ist und diejenigen mitentscheiden, die die Notfallversorgung täglich sicherstellen“, heißt es in dem Papier. „Nur so können wir einen Rettungsdienst gewährleisten, der jederzeit einsatzbereit
ist, höchste Qualitätsstandards erfüllt und ausreichend Fachkräfte gewinnt.“

Die ADAC Luftrettung forderte in einer eigenen Mitteilung eine „auskömmliche und kostendeckende Finanzierung“ für die mit hohen Kosten verbundenen Rettungshubschraubereinsätze. „Wer mehr Verantwortung auf die Luftrettung überträgt, muss auch für eine verlässliche Finanzierung sorgen und ihre Expertise einbeziehen, wenn bundesweite Standards festgelegt werden“, sagte Frédéric Bruder, Vorsitzender der Geschäftsführung der ADAC Luftrettung.

Hintergrund ist, dass viele Fachleute in den kommenden Jahren wegen der erwarteten Krankenhausschließungen mit steigendem Bedarf für schnelle Hilfe in Notfällen und Patiententransporte rechnen. Die Rettungshubschrauber werden üblicherweise in besonders dringlichen Notfällen und in dünn besiedelten beziehungsweise abgelegenen Regionen alarmiert.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.