Gewalttat auf der Arbeit

Prozess nach Gewalttat von Mellrichstadt beginnt

Die Polizei hat ihre Ermittlungen in dem Fall abgeschlossen, die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. (Archivbild)

Die Polizei hat ihre Ermittlungen in dem Fall abgeschlossen, die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. (Archivbild)

Von dpa

Mehr als neun Monate nach dem gewaltsamen Tod einer Frau im unterfränkischen Mellrichstadt beginnt am Montag (9.00 Uhr) vor dem Landgericht Schweinfurt der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 22-Jährigen aus dem thüringischen Meiningen vor, seine damalige Kollegin aus Mordlust getötet zu haben. Der Angeklagte soll die 59-Jährige am 1. Juli 2025 heimtückisch auf der gemeinsamen Arbeitsstelle attackiert haben. Zwei Männer, die einschritten, wurden verletzt.

Die Anklage lautet auf Mord, versuchten Totschlag und gefährliche Körperverletzung. Insgesamt sind sechs Verhandlungstermine bis zum 14. April bestimmt.

Der Deutsche hat die Vorwürfe laut Staatsanwaltschaft eingeräumt und angegeben, „einen inneren Drang zur Tötung eines Menschen verspürt zu haben. Diesen Drang habe er schon längere Zeit, ihn aber mit dem Konsum von Tabletten und Cannabis eindämmen können“, so die Anklagebehörde.

Bei der Attacke wurden zwei Männer verletzt. (Archivbild)

Bei der Attacke wurden zwei Männer verletzt. (Archivbild)

Kurz nach der Tat hatten die Ermittler angenommen, dass der 22-Jährige bei dem Angriff schuldunfähig gewesen sein könnte. Ein Sachverständiger sieht dafür allerdings keine Hinweise, der Verdächtige kam von einem psychiatrischen Krankenhaus in Untersuchungshaft.

Der Meininger arbeitete bis zur Tat beim Stromversorger Überlandwerk Rhön. Laut den Ermittlern überraschte der 22-Jährige seine Kollegin im Büro des gemeinsamen Vorgesetzten und fügte der Frau acht Messerstiche in den Hals- und Brustbereich zu. Warum genau diese Frau getötet wurde, ist bisher nicht öffentlich bekannt.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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