Touristenattraktion

Prager Burg stellt Böhmische Kronjuwelen aus

Seltene Gelegenheit: Im September sind in Prag für wenige Tage die Kronjuwelen des einstigen Königreichs Böhmen zu sehen. (Archivbild)

Seltene Gelegenheit: Im September sind in Prag für wenige Tage die Kronjuwelen des einstigen Königreichs Böhmen zu sehen. (Archivbild)

Von dpa

Nur für wenige Tage bietet sich Prag-Touristen Ende September eine besondere Gelegenheit: Der tschechische Präsident Petr Pavel hat entschieden, dass die Böhmischen Kronjuwelen vom 18. bis 28. September für die Öffentlichkeit ausgestellt werden. Neben Wenzelskrone, Reichsapfel und Reichszepter wird auch ein mit Gold besticktes Krönungsgewand aus dem Jahr 1653 zu sehen sein.

Die Kronjuwelen gelten als Teil des nationalen Kulturerbes des Landes und werden nur selten und zu besonderen Anlässen ans Licht gebracht. Um sie aus der Aufbewahrungskammer im Prager Veitsdom zu holen, müssen sieben Würdenträger zusammenkommen, die jeweils über einen der Schlüssel für die sieben Schlösser verfügen.

Die Böhmischen Kronjuwelen zählen in Tschechien zum nationalen Kulturerbe. (Archivbild)

Die Böhmischen Kronjuwelen zählen in Tschechien zum nationalen Kulturerbe. (Archivbild)

Bei der letzten Zurschaustellung im September 2025 gingen mehr als 51.500 Menschen an den Meisterwerken der Juwelier- und Goldschmiedekunst vorbei. „Die Zahlen sagen alles“, merkte Präsident Pavel an. „Das Interesse der Tschechen an ihrer eigenen Geschichte und Staatlichkeit erfreut mich, und bestätigt mich vor allem darin, dass es sinnvoll ist, die Kronjuwelen einmal im Jahr auszustellen.“

In einer begleitenden Ausstellung wird daran erinnert, dass vor 500 Jahren mit Ferdinand I. der erste Habsburger den böhmischen Königsthron bestieg. Erst mit dem Zusammenbruch Österreich-Ungarns im Ersten Weltkrieg endete die Monarchie. Der Eintritt zur Kronjuwelen-Ausstellung ist kostenlos, es muss aber mit längeren Wartezeiten gerechnet werden.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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