Brände

Nach Dreifachmord ermittelt Kripo wieder an dem Tatort

Das Mehrfamilienhaus in Zwiesel, nachdem dort drei Leichen entdeckt wurden. (Archivbild)

Das Mehrfamilienhaus in Zwiesel, nachdem dort drei Leichen entdeckt wurden. (Archivbild)

Von dpa

Nach dem mutmaßlichen Dreifachmord in einem Mehrfamilienhaus in Niederbayern ist es am Tatort zu einem Brand mit mehreren zehntausend Euro Schaden gekommen. Die Polizei bestätigte, dass das Feuer in dem Gebäude in Zwiesel (Landkreis Regen) war, in dem es Mitte 2025 zu den Gewalttaten kam. Mehrere Medien hatten darüber berichtet.

Seit Donnerstag steht nun ein 39 Jahre alter Mann vor dem Landgericht Deggendorf. Dem Slowaken wird dreifacher Mord vorgeworfen. Zu Beginn des Verfahrens schwieg er zu den Vorwürfen.

Ermittler entdecken Grausames

Laut Anklage lud der Mann zwei Nachbarinnen im Sommer 2025 im Abstand von gut zwei Wochen zu sich ein. Als die erste Frau bei dem Besuch auf dem Sofa eingeschlafen war, würgte und erdrosselte er sie nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft, um sich sexuell zu erregen. Aus derselben Motivation heraus soll er die zweite Frau getötet haben, indem er ihr mit einer Bierflasche und einem Hammer auf den Schädel schlug und ihren Kopf mit Frischhaltefolie umwickelte.

Der Angeklagte machte zum Auftakt des Prozesses keine Angaben. (Archivbild)

Der Angeklagte machte zum Auftakt des Prozesses keine Angaben. (Archivbild)

Als der Mann die tote Frau habe sexuell missbrauchen wollen, habe ihr Lebensgefährte an der Tür geklopft und nach ihr gerufen. Um die Tötung der beiden Frauen zu verdecken, soll der Angeklagte auch ihn getötet haben. Die Ermittler entdeckten später die drei grausam zugerichteten Toten in dem Haus. Der ersten Toten wurden unter anderem die Beine abgetrennt.

Kriminalpolizei will die Ursache des Feuers ermitteln

Das Gebäude war am Sonntagvormittag aus bislang nicht geklärten Umständen in Brand geraten. Die Kripo soll nun die Ursache ermitteln. Die Feuerwehr hatte das Feuer nach etwa zwei Stunden gelöscht. Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf einen Betrag im mittleren fünfstelligen Eurobereich.

Der Prozess um den Dreifachmord soll an diesem Dienstag fortgesetzt werden. Ein Urteil wird Mitte November erwartet.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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