CSU-Inszenierung im Bierzelt

Mittermeier kritisiert „Wurstpolitik und Geschrei“

Der bayerische Schauspieler Marcus Mittermeier sieht positive Aspekte an der CSU, aber auch negative. (Archivbild)

Der bayerische Schauspieler Marcus Mittermeier sieht positive Aspekte an der CSU, aber auch negative. (Archivbild)

Von dpa

Der bayerische Schauspieler Marcus Mittermeier („München Mord“) betrachtet die Selbstinszenierung der CSU im Freistaat kritisch. Es seien viele engagierte CSU-Politiker unterwegs in Bayern, die sich für den sozialen Frieden einsetzten, sagte der 56-Jährige der „Süddeutschen Zeitung“. Das sei der Teil der konservativ-bayerischen Identität, den er immer geschätzt habe.

„Nichts anfangen kann ich mit dem Populismus, mit der Wurstpolitik und dem Geschrei im Bierzelt“, sagte Mittermeier. „Ich verstehe, dass die Versuchung groß ist, in komplizierten Zeiten auf einfache Emotionen zu setzen, aber das löst halt kein einziges Problem, im Gegenteil.“

Der gebürtige Niederbayer, der schon lange in Regensburg lebt, engagiert sich regelmäßig politisch, beispielsweise für Geflüchtete. Auf Einladung der Grünen nahm er an der Bundesversammlung 2022 teil, bei der Frank-Walter Steinmeier als Bundespräsident wiedergewählt wurde.

Wenn die bayerische Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU), die als Kandidatin für die Steinmeier-Nachfolge gehandelt wird, als Bundespräsidentin nominiert würde, würde Mittermeier dies begrüßen. „Damit könnte ich gut leben, Ilse Aigner verkörpert für mich diese warme, konservative und soziale Komponente, die ich an Bayern schätze.“

Weniger positiv sieht es der TV-Darsteller, dass CSU-Parteiikone Franz Josef Strauß eine Büste in der Ruhmeshalle Walhalla bei Regensburg bekommen soll. „Das ist der Teil der CSU, den ich für total falsch halte. Das haben die so beschlossen, aber ich glaube, dass Strauß nicht mithalten kann mit dem, was sonst an ideeller Stärke dort repräsentiert ist“, sagte Mittermeier.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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