Forschungsprojekt
Drei-Jahres-Projekt bei Roding: Drohnen und KI zur Waldbrand-Erkennung

Armin Weigel/dpa
Projektleiter Stefan Geißelsöder von der Hochschule Ansbach führt eine Drohne vor, die frühzeitig Waldbrände erkennen soll.
Mit einem innovativen System zur Früherkennung von Waldbränden sollen künftig Feuerwehren unterstützt werden. Dafür bringt ein deutsch-tschechisches EU-Modellprojekt mit dem Namen „CTRL-F“ Drohnen, Künstliche Intelligenz und moderne Sensorik zusammen. Im Neubürger Forst bei Roding (Landkreis Cham), der als Testregion dient, stellten die Projektbeteiligten die Möglichkeiten des Systems vor.
In dem Wald wurden hierfür Sensoren zur Erkennung von Brandgasen an Bäumen angebracht. In einer fest installierten Drohnenstation - einer Art Drohnengarage - ist eine mit Wärmebildkamera ausgestattete Drohne rund um die Uhr startbereit. Diese kann entweder von den Sensoren alarmiert werden, zu regelmäßigen Patrouillenflügen aufsteigen oder von der Feuerwehr per Mausklick gestartet werden, um sich ein Lagebild zu verschaffen, wie Projektleiter Stefan Geißelsöder, Professor an der Hochschule Ansbach, erläuterte. Die Drohne überträgt auf dem Flug zum gemeldeten Brandort per Livestream Kamerabilder, die in Echtzeit von der KI ausgewertet werden.
Ziel des auf drei Jahre angelegten Projekts ist, nach der Testphase im Landkreis Cham ab dem kommenden Frühjahr vier Drohnen im deutsch-tschechischen Grenzbereich im Bayerischen Wald und im Böhmerwald zu installieren. Zu den Projektpartnern gehören die Start-ups NeuralDrones und KI64 sowie die tschechische Firma DronySIT, der Landkreis Cham und dessen Feuerwehren.










