Justiz

Millionen-Steuerhinterziehung nach Maskendeal vor Gericht

Nach dem Verkauf von Schutzmasken in der Corona-Krise soll ein Mann Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. (Symbolbild)

Nach dem Verkauf von Schutzmasken in der Corona-Krise soll ein Mann Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben. (Symbolbild)

Von dpa

Weil er fast 12 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben soll, steht ein 39-Jähriger derzeit vor dem Landgericht München. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem vor, hohe Umsätze und Gewinne aus dem Verkauf von 5 Millionen Masken an den deutschen Staat nicht angegeben zu haben. Zudem soll der Mann bei seiner Festnahme im Mai vergangenen Jahres in einer Ferienanlage im Allgäu unerlaubterweise in Besitz eines Revolvers und zweier gefälschter slowenischer Ausweise gewesen sein.

Konkret soll die Firma des Angeklagten im April 2020 den Zuschlag für die Lieferung von 5 Millionen FFP2-Masken für mehr als 22 Millionen Euro bekommen haben. Offiziell wurden diese über den Sitz der Firma in der Schweiz abgewickelt, die Staatsanwaltschaft geht allerdings davon aus, dass an deren Sitz keinerlei operativer Geschäftsbetrieb stattfand oder hätte stattfinden können. An der Adresse waren demnach 223 Gesellschaften registriert.

Der Mann hätte nach Ansicht der Anklage Gewerbe- und Körperschaftsteuererklärungen beim zuständigen Finanzamt Starnberg abgeben müssen, kam dem aber nicht nach. Eine Umsatzsteuererklärung soll unvollständig gewesen sein. Zudem soll er hohe Beträge aus dem Vermögen der in der Schweiz gemeldeten Gesellschaft in sein privates Vermögen überführt haben, ohne dies als Einkommen zu versteuern. In Summe geht es um Steuern in Höhe von 11.859.082 Euro.

Die Staatsanwaltschaft wertet die dem Mann vorgeworfenen Taten als Steuerhinterziehung, vorsätzlichen unerlaubten Besitz einer Schusswaffe und das Verschaffen von falschen amtlichen Ausweisen.

Sollte es zu einer Verurteilung kommen, könnte die Strafe erheblich sein. Selbst im Falle eines Geständnisses stellte das Gericht dem Mann eine mehrjährige Freiheitsstrafe in Aussicht. Er befindet sich derzeit in Untersuchungshaft in München.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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