Opfer auf den Philippinen

Livestream-Missbrauch eines Mädchens - Angeklagter gesteht

Die Verdächtige sitzt seit Mai 2025 in Untersuchungshaft.

Die Verdächtige sitzt seit Mai 2025 in Untersuchungshaft.

Von dpa

Ein wegen des schweren sexuellen Missbrauchs eines Mädchens auf den Philippinen übers Internet angeklagter 53-Jähriger hat die Vorwürfe eingeräumt. „Die Anklage ist im Wesentlichen richtig“, ließ er seinen Verteidiger beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Nürnberg erklären. Sein Mandant bereue seine Taten zutiefst und habe bereits Schmerzengeld an das Opfer gezahlt, sagte der Anwalt weiter.

Über drei Jahre soll der Mann über Whatsapp konkrete Anweisungen an die Mutter und das minderjährige Mädchen gegeben haben, welche sexuelle Handlungen dieses an sich, anderen Kindern und Erwachsenen für Videos und Fotos ausführen sollte. Dafür zahlte er laut der Anklage umgerechnet oft niedrige zweistellige Eurobeträge. Zweimal schaute er dem Mädchen demnach per Livestream zu und forderte es dabei auf, nackt für ihn zu tanzen.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 53-Jährigen aus Mittelfranken (Rückansicht) 95 Taten vor.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 53-Jährigen aus Mittelfranken (Rückansicht) 95 Taten vor.

Die Generalstaatsanwaltschaft wirft dem 53-Jährigen aus Mittelfranken 95 Taten von Mai 2019 bis Mai 2022 vor. In 84 Fällen folgte das acht bis elf Jahre alte Opfer laut der Anklage den Anweisungen des Mannes. Anschließend habe dieser Fotos und Videos davon per Messenger erhalten. Einmal reiste der Ingenieur demnach selbst auf die Philippinen, um das Mädchen in einem Hotelzimmer nackt für Aufnahmen posieren zu lassen. Außerdem habe er das Mädchen zwei anderen Männern zum sexuellen Missbrauch angeboten.

Der Verdächtige sitzt seit Mai 2025 in Untersuchungshaft. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung fanden die Ermittler laut Generalstaatsanwaltschaft mehr als 11.000 kinderpornografische Bilder und mindestens 87 Videos.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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