Fehlurteil

Justizopfer Genditzki mit 1,3 Millionen Euro entschädigt

Jahrelang hatte Manfred Genditzki für seine Freilassung gekämpft - und am Ende recht bekommen. (Archivfoto)

Jahrelang hatte Manfred Genditzki für seine Freilassung gekämpft - und am Ende recht bekommen. (Archivfoto)

Von dpa

Der zu Unrecht wegen Mordes verurteilte Manfred Genditzki bekommt vom Freistaat Bayern insgesamt 1,31 Millionen Euro als Entschädigung. Die Einigung umfasse alle Ansprüche aus seiner Verurteilung, seiner Haft und dem Wiederaufnahmeverfahren, teilte das bayerische Justizministerium mit. Das Landgericht München II hatte Genditzki zunächst für schuldig befunden, 2008 eine Seniorin aus Rottach-Egern in ihrer Badewanne ertränkt zu haben. Nach insgesamt mehr als 13 Jahren in Haft wurde er 2023 nach einem erfolgreichen Wiederaufnahmeverfahren jedoch freigesprochen.

Mit dem Gesamtvergleich, der auch bereits gezahlte Beträge berücksichtigt, wurden die beiden bisher anhängigen Gerichtsverfahren zur Entschädigungshöhe den Angaben zufolge einvernehmlich beendet. Bei der Gesamthöhe sei zu berücksichtigen, dass Genditzki die Summe teilweise versteuern müsse und Verbindlichkeiten wie Anwaltshonorare zu begleichen habe. Das Ministerium sieht zudem einen rechtspolitischen Handlungsbedarf bei den Entschädigungsregeln.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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