Wohnung und Haus

Interhyp-Umfrage: Wachsende Hürde für Immobilienkauf

Zum fünften Mal in Folge hat die Interhyp untersucht, wie Menschen in Deutschland die Leistbarkeit von Immobilien einschätzen. (Symbolbild)

Zum fünften Mal in Folge hat die Interhyp untersucht, wie Menschen in Deutschland die Leistbarkeit von Immobilien einschätzen. (Symbolbild)

Von dpa

Eine wachsende Zahl von Menschen in Deutschland empfindet einen Haus- oder Wohnungskauf als unbezahlbar. Das zeigt eine Umfrage des Finanzierungsvermittlers Interhyp unter rund 1.000 Befragten. „Der Wunsch nach Wohneigentum ist in Deutschland ungebrochen, aber die Leistbarkeit ist zuletzt bei einigen Kaufinteressierten unter Druck geraten“, sagte der Vorstandsvorsitzende Jörg Utecht.

46 Prozent der Befragten bewerten Immobilien in ihrer Region demnach als kaum bezahlbar - 2025 waren es noch 39 Prozent. Bei denjenigen, die einen Immobilienkauf konkret planen, ist der Anteil der von den Kosten Niedergedrückten mit 52 Prozent noch höher. Nach Utechts Worten kalkulieren die Interessenten zwar von vornherein höhere Budgets für den Kauf ein, lassen sich aber gleichzeitig durch die wirtschaftliche Lage und die Preisentwicklung verunsichern. Unverändert 5 Prozent sagten, dass sie eine eigene Wohnimmobilie für nicht leistbar halten.

Über die Hälfte der Kaufinteressenten unterschätzt laut Interhyp die Dauer des Ansparprozesses. Tatsächlich benötigte jeder Dritte der Befragten mehr als zehn Jahre, um genügend Geld für den Erwerb oder Bau einer Immobilie zusammenzutragen. Das durchschnittlich eingeplante Budget lag im Vorjahr noch bei 349.000 Euro und ist nun auf 384.000 Euro gestiegen.

In der Rückschau wird die Last des Immobilienkaufs laut Umfrage jedoch als leichter empfunden: Rund drei Viertel (76 Prozent) derjenigen, die bereits eine Immobilie erworben haben, gaben rückblickend an, der Kauf sei mittel bis sehr leicht leistbar gewesen.

Nach Angaben des Finanzierungsvermittlers wurden in der Studie rund 1.000 Käufer und Planer im Alter zwischen 25 und 65 Jahren befragt. Die Interhyp beschäftigt circa 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, einen Nettogewinn nennt das nicht börsennotierte Unternehmen nicht. Seit 2011 gibt der Finanzierungsvermittler für seine regelmäßigen „Wohntraumstudien“ repräsentative Umfragen in Auftrag.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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