Besuch am Westbalkan

Ilse Aigner besucht Sarajevo und Srebrenica

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) reist für drei Tage nach Bosnien-Herzegowina. (Archivbild)

Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) reist für drei Tage nach Bosnien-Herzegowina. (Archivbild)

Von dpa

Bayerns Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU) zieht es für drei Tage auf den Westbalkan. Gemeinsam mit dem Präsidium des Landtags führt sie die Reise ab Mittwoch zunächst nach Sarajevo, die Hauptstadt von Bosnien-Herzegowina. Politischer Höhepunkt der Reise ist ein Treffen mit Staatspräsident Denis Becirovic. Geplant ist am Donnerstag zudem unter anderem ein Besuch der Gedenkstelle zu Ehren der Opfer des Massakers von Srebrenica. Hier will Aigner auch einen Kranz zum Gedenken an die Opfer niederlegen.

In Srebrenica im Osten des Landes ereignete sich im Juli 1995 eines der schwersten Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Bosnisch-serbische Soldaten ermordeten in wenigen Tagen mehr als 8.000 muslimische Jungen und Männer.

1995 ereignete sich in Sreberenica eines der schlimmsten Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Aigner will hier einen Kranz zum Gedenken an die mehr als 8.000 Opfer niederlegen. (Archivbild)

1995 ereignete sich in Sreberenica eines der schlimmsten Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg. Aigner will hier einen Kranz zum Gedenken an die mehr als 8.000 Opfer niederlegen. (Archivbild)

„Der Westbalkan hat eine Schlüsselbedeutung für Europa. Hier wird Geostrategie gemacht. Hier kreuzen sich Konfliktlinien, die in den 1990er Jahren zu Krieg geführt haben, zu Genozid, zu Staatenbildung und einem Ringen um harte Interessen bis zum heutigen Tag. Das bedeutet große Politik in einem vergleichsweise kleinen Land“, sagte Aigner vor ihrer Abreise in München.

Bosnien-Herzegowina ist seit 2022 EU-Beitrittskandidat. 2024 beschloss der Europäische Rat die Aufnahme offizieller Beitrittsverhandlungen. Davor muss das Land aber noch tiefgreifende Reformen in den Bereichen Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Korruptionsbekämpfung umsetzen.

Begleitet wird Aigner vom Präsidium des Landtags, darunter die Vizepräsidenten Tobias Reiß (CSU), Alexander Hold (Freie Wähler), Ludwig Hartmann (Grünen) und Markus Rinderspacher (SPD). Vor Ort wolle man sich ein eigenes Bild machen, betonte Aigner. „Wir wollen zuhören, wir wollen verstehen und wir wollen - wenn wir es denn können - helfen beim Heilungsprozess.“ Sie sei fest davon überzeugt, dass der parlamentarische Dialog ein wichtiger Baustein sei, um Vertrauen zu stärken und gemeinsame Lösungen zu entwickeln.

Ziel sei ein friedliches und stabiles Europa, so Aigner. „Nur in einem engen gesamteuropäischen Miteinander wird es gelingen, die Herausforderungen der Region langfristig zu entschärfen und eine stabile, friedliche Zukunft zu gestalten.“ Auf der Reise wollen sich Aigner und Co. auch mit dem Bosnien-Beauftragten der internationalen Staatengemeinschaft, Christian Schmidt (CSU), sowie mit deutschen Soldaten der EU-Mission Eufor und mit Studierenden der Universität Sarajevo zum Austausch treffen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.