Flug mit Gleitschirm

„Hohe Kunst des Fliegens“ - Landung bei Schuhplattlern

Gleitschirmflieger legt Langsteckenflug hin. (Archivbild)

Gleitschirmflieger legt Langsteckenflug hin. (Archivbild)

Von dpa

Der Gleitschirmflieger Markus Börner ist nach seinem mehr als achtstündigen Flug von der Wasserkuppe zum Großen Arber im Bayerischen Wald direkt bei Schuhplattlern gelandet. Die hätten ihn einquartiert, was zu essen und ein Bier gegeben und am nächsten Tag auch zum Bahnhof gefahren, sagte der 56-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. Der Verein habe sich gerade auf ein Event am kommenden Tag vorbereitet.

Der Gleitschirmpilot vom Verein der Rhöner Drachen- und Gleitschirmflieger war am 3. Juli auf der Wasserkuppe gestartet und landete nach 8 Stunden und 39 Minuten nahe dem 276,25 Kilometer entfernten Großen Arber an der tschechischen Grenze. Vier Kollegen mussten nach rund vier Stunden landen. Bei ihnen riss laut Börner die Thermik ab. „Ich kam in eine bessere Luftmasse.“

Börner war ein Durchschnittstempo von 32,82 Kilometern pro Stunde geflogen und meist zwischen 1.500 und 2.300 Metern Höhe entlang der Quellwolken von einem Aufwind zum nächsten unterwegs gewesen. Wegen der Temperatur nahe dem Gefrierpunkt sind seinen Angaben zufolge zwischenzeitlich auch die Hände taub gewesen.

„Die Idee: die maximale Zeit der Thermik auszunutzen“, sagte Börner über die Intention seines Langstreckenfluges. „Grundsätzlich gibt es verschiedene Spielarten“, sagte er über das Gleitschirmfliegen. Dies sei eine davon.

„Das kann nicht jeder machen, das ist die hohe Kunst des Fliegens“, sagte Börner. Da gebe es vorher über zwei Stunden Briefing und Flugplanung. Er sei eigentlich Kitesurfer, sei vor zehn Jahren an der Küste zum Gleitschirmfliegen gekommen. Er sei 150 bis 200 Stunden pro Jahr in der Luft. Bei seinem Flug zum Großen Arber sei er dann glücklicherweise bei den Schuhplattlern gelandet. „Das war für die ein Highlight.“

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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