Brände

Großbrand hinter Dampflokwerk: Halle einsturzgefährdet

Mehr als 180 Einsatzkräfte waren am Dienstag mit der Bekämpfung des Feuers beschäftigt.

Mehr als 180 Einsatzkräfte waren am Dienstag mit der Bekämpfung des Feuers beschäftigt.

Von dpa

Der Großbrand auf dem Gelände hinter dem Dampflokwerk in Meiningen ist nach mehreren Stunden gelöscht worden. Das Feuer war am Dienstnachmittag in einem ungenutzten Lagerhallenkomplex ausgebrochen. Die Nachlösch- und Sicherungsmaßnahmen hatten sich bis in die frühen Mittwochmorgenstunden hingezogen. Nach Angaben der Stadtverwaltung in Meiningen waren 182 Einsatzkräfte vor Ort. Der Einsatz zählte zu den umfangreichsten der vergangenen Jahre in der Südthüringer Region.

Weiterhin flackerten vereinzelt Glutnester auf, die von der Feuerwehr bekämpft würden. Da ein Vorgehen im Innern der Halle wegen akuter Einsturzgefahr nicht möglich sei, könnten diese ausschließlich von Außen bekämpft werden. Teile der Deckenkonstruktion sind den Angaben nach bereits eingestürzt. Das Gelände bleibt nach Abschluss der Maßnahmen gesperrt. Die Feuerwehr wies ausdrücklich darauf hin, dass in diesem Bereich Lebensgefahr bestehe. Stadtbrandmeister Michael Friedrich erklärte, die Halle sei ein Totalverlust.

Die Nachlösch- und Sicherungsmaßnahmen zogen sich bis in die frühen Morgenstunden hin.

Die Nachlösch- und Sicherungsmaßnahmen zogen sich bis in die frühen Morgenstunden hin.

Zur Brandursache und zur Schadenshöhe konnten noch keine Angaben gemacht werden. Die Ermittlungen dazu sollen aufgenommen werden, sobald die Lage es zulässt. Menschen wurden nach jetzigem Stand nicht verletzt. Ein Feuerwehrmann hatte während der Löscharbeiten mit Kreislaufproblemen zu kämpfen. Die Warnmeldung für die Bevölkerung wurde inzwischen aufgehoben.

Messungen hätten zwar keine Gefährdung für die Bevölkerung ergeben. Die Anwohner der Stadt im Landkreis Schmalkalden-Meiningen waren aber vorsorglich gebeten worden, den Aufenthalt im Freien möglichst zu vermeiden und Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die meterhohe schwarze Rauchsäule war bis weit nach Bayern sichtbar und hatte dort zeitweise zu Fehlalarmierungen geführt. Auch in der benachbarten Stadt Suhl war eine Gefahreninformation herausgegeben worden.

Die vom Brand betroffene, stark zugewachsene Brachfläche gehört zu einem bereits an einen privaten Eigentümer veräußerten Teil des früheren Reichsbahnausbesserungswerks (RAW). Die beliebte Dampflok-Erlebniswelt sowie das benachbarte, aktive Dampflokwerk der DB Fahrzeuginstandhaltung GmbH waren laut Stadtverwaltung zu keinem Zeitpunkt gefährdet. Das DB-Werk sollte am Mittwoch wieder seinen regulären Betrieb aufnehmen, hieß es.

Bürgermeister Fabian Giesder betonte, dass es nun vorrangig darum gehe, die Brandruine zu sichern und den privaten Eigentümer zur Einhaltung seiner Verkehrssicherungspflicht anzuhalten.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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