Prozess um Belästigung

Gericht verurteilt Ex-Landgerichts-Präsidenten erneut

Der Angeklagte war früher Präsident des Landgerichts Traunstein (Archivbild).

Der Angeklagte war früher Präsident des Landgerichts Traunstein (Archivbild).

Von dpa

Der frühere Präsident des Landgerichts Traunstein ist auch in zweiter Instanz wegen sexueller Belästigung seiner Sekretärin verurteilt worden. Das Landgericht in München bestätigte den Schuldspruch des Amtsgerichts, verhängte aber anders als die erste Instanz keine Freiheits-, sondern eine Geldstrafe, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Demnach soll der frühere Landgerichtspräsident insgesamt 19.200 Euro zahlen, 120 Tagessätze zu je 160 Euro.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe schon vor dem ersten Prozess gegen ihn bestritten, seine Verteidiger hatten erneut Freispruch gefordert. Die Staatsanwaltschaft sprach sich in ihrem Plädoyer wie auch schon im ersten Prozess für eine Bestrafung mit 180 Tagessätzen aus.

Das Amtsgericht war 2024 über diese Forderung sogar noch hinausgegangen und hatte eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten auf Bewährung verhängt. Dagegen legte der Angeklagte Berufung ein. Das zweite Urteil ist noch nicht rechtskräftig, der frühere Richter kann in Revision gehen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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