Ereignisreiches Wochenende
„Gen-Z“-Demo in München: Polizei sieht keine konkrete Gefahr

Marcus Golejewski/dpa
Die Polizei betrachtet auch die Demonstrationen in Frankreich, wie etwa hier in Paris. (Symbolbild)

Die Münchner Polizei hat vor der „Gen-Z-regelt“-Demonstration am Samstag keine konkreten Hinweise auf Gewalt oder Sachbeschädigung. „Ich sehe dem Wochenende entspannt entgegen“, sagte Thomas Schelshorn, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums München.
Unter dem Motto „Gen Z regelt: gegen Kapitalismus, Faschismus, Rassismus, Frauenhass, korrupte Schulsysteme und weitere soziale Probleme“ wollen junge Menschen auf dem Geschwister-Scholl-Platz um 14 Uhr protestieren. Angemeldet haben die Veranstalter 1.000 Teilnehmende, auf der Internetseite des Auftritts des Veranstalters haben sich für die Versammlung rund 7.700 angemeldet (Stand: 29. Oktober).
„Wie viel es dann am Ende werden, werden wir sehen“, sagte Schelshorn. Die Polizei beobachte die Aufrufe in den sozialen Medien und passe ihre Kräfte an. Wie viele Einsatzkräfte unterwegs sein werden, nannte sie aus taktischen Gründen nicht.
Auch die Bilder der Proteste in Frankreich hat die Polizei im Blick. „Wir haben keine Anhaltspunkte dafür, dass sich Vergleichbares bei uns abspielen könnte“, sagte Schelshorn. Wer gewalttätig werde oder etwas beschädige, müsse jedoch mit sofortigen Konsequenzen rechnen.
Ereignisreiches Wochenende für Einsatzkräfte
Neben der Demo finden am Samstag zwei weitere Kundgebungen statt, die nichts mit den „Gen-Z-regelt“-Protesten zu tun haben. Zudem spielt der FC Bayern am Abend vor rund 75.000 Menschen in der Allianz Arena gegen Borussia Dortmund. Dazu kommt die Halloween-Nacht. Die Polizei erinnert an das Vermummungsverbot bei Versammlungen. „Verkleiden kann man sich nach der Versammlung“, sagte Schelshorn.
Einige Geschäftsbesitzer hätten sich besorgt an die Polizei gewandt. Einen Grund, Läden oder Gebäude zu schützen, sieht die Polizei nicht. Ob sie dennoch vorsorgen, entscheiden die Ladenbesitzerinnen und -Besitzer selbst.
Natürlich könne es zu Verkehrsbehinderungen kommen. Die Münchner Polizei und auch die Bürgerinnen und Bürger Münchens seien jedoch Versammlungen gewohnt: Im Jahr 2025 hätte es 2.000 Versammlungen und 5.000 Veranstaltungen gegeben. Für Fragen wurde ein Bürgertelefon eingerichtet.








