Schule in Bayern
Ganztagsbetreuung in Bayern: Scharf sieht guten Start

Peter Kneffel/dpa
Ulrike Scharf (CSU) findet: Der Start in den Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für Schulkinder ist gelungen. (Archivbild)

Mit dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von der ersten Klasse an gibt es nach Einschätzung des Sozialministeriums keine Probleme. „Der Start ist in Bayern gut verlaufen“, sagte Sozialministerin Ulrike Scharf (CSU) bei einem Festakt am Schulzentrum in Rehau im Landkreis Hof. Und sie versprach: „Wir garantieren für jeden Platz, den unsere Kommunen bis 2029 schaffen, finanzielle Unterstützung“.
Lehrerverband spricht von Engpässen
Vor Beginn des Schuljahres hatte es da noch Zweifel gegeben, so etwa beim Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV). „Es wird passen, da wir ja nur mit der ersten Jahrgangsstufe in die Ganztagsgarantie starten. Aber es wird auch Engpässe geben“, hatte BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann erklärt. „Der Rechtsanspruch wird erfüllt werden, aber teils zulasten älterer Grundschulkinder, die deshalb ihren Platz verlieren.“ Außerdem gebe es oftmals keinen pädagogisch hochwertigen gebundenen Ganztag.
Auch in anderen Bundesländern hatte es Probleme bei der Einführung gegeben. Teils standen etwa die Räumlichkeiten, beispielsweise für das Mittagessen, noch nicht zur Verfügung.
„Optimale Bedingungen“ in Rehau
Als positives Beispiel nannte Scharf das Schulzentrum in Reha mit der Gutenberg Grund- und Mittelschule und einer Staatlichen Realschule. Die Generalsanierung habe optimale Bedingungen für eine ganztägige Betreuung geschaffen. Der Campus vereinige einen M-Zug, offene Ganztagsbetreuung und gebundene Ganztagsklassen, sagte die Ministerin. Beide Einrichtungen bildeten zudem eine Kooperationsschule.








