Filmfestival

Filmfest München mit Hitze, Stars und einem Seitenhieb

Nach zehn Tagen geht das Filmfest München nun zu Ende. (Archivbild)

Nach zehn Tagen geht das Filmfest München nun zu Ende. (Archivbild)

Von dpa

Zehn Tage mit großen Emotionen, brütender Hitze und vielen Promis - das Filmfest München hat seinem Ruf als sonniges und unterhaltsames Sommer-Filmfestival alle Ehre gemacht.

Das diesjährige Programm mit 130 Filmen aus 56 Ländern kam offenbar an. Rund 95.000 Besucherinnen und Besucher seien gekommen, 4.000 mehr als im Jahr zuvor, hieß es in einer vorläufigen Bilanz.

Am letzten Wochenende wurde es noch mal festlich - mit einer Reihe an Preisverleihungen, einer Abschlussparty und einem Auftritt von David Duchovny, berühmt aus Serien wie „Akte X“ oder „Californication“. Der 65-Jährige erhielt den undotierten Ehrenpreis des Filmfestes, den CineMerit Award.

Seine Dankesrede nutzte der Schauspieler, Autor und Musiker für einen Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump und dessen Motto „win, win, win“. „Es sind der Schmerz und der Verlust, die uns vereinen - nicht Erfolg oder große Höhenflüge“, sagte er. „Solche Momente erlebt man vielleicht ein- oder zweimal im Leben, wenn man Glück hat.“ Amerika gelte als Gewinnernation. „Aber was soll das eigentlich mit diesem ganzen Gewinnen? Lasst uns doch mal verlieren. Lasst uns verlieren, uns gegenseitig umarmen und sagen: Wir sind alle Verlierer. Können wir uns jetzt liebhaben?“

David Duchovny erhielt den Ehrenpreis des Münchner Filmfestes. (Archivbild)
David Duchovny erhielt den Ehrenpreis des Münchner Filmfestes. (Archivbild)
David Duchovny erhielt den Ehrenpreis des Münchner Filmfestes. (Archivbild)
Seine Dankesrede nutzte er für einen Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)
Seine Dankesrede nutzte er für einen Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)
Seine Dankesrede nutzte er für einen Seitenhieb auf US-Präsident Donald Trump. (Archivbild)
Elyas M'Barek ist gerade erst von New York in seine alte Heimat München gezogen. (Archivbild)
Elyas M'Barek ist gerade erst von New York in seine alte Heimat München gezogen. (Archivbild)
Elyas M'Barek ist gerade erst von New York in seine alte Heimat München gezogen. (Archivbild)
Pedro Almodóvar stellte in München seinen neuen Film vor, «Bitteres Fest». (Archivbild)
Pedro Almodóvar stellte in München seinen neuen Film vor, «Bitteres Fest». (Archivbild)
Pedro Almodóvar stellte in München seinen neuen Film vor, «Bitteres Fest». (Archivbild)
Die Grünen-Politikerin Claudia Roth erschien zur Eröffnung des Filmfestes München. (Archivbild)
Die Grünen-Politikerin Claudia Roth erschien zur Eröffnung des Filmfestes München. (Archivbild)
Die Grünen-Politikerin Claudia Roth erschien zur Eröffnung des Filmfestes München. (Archivbild)

Den am höchsten dotierten Preis und damit 100.000 Euro erhält das deutsche Koproduktionsteam der Coming-of-Age-Geschichte „Strange River“ des katalanischen Regisseurs Jaume Claret Muxart (Kinostart 27. August). Dídac radelt darin mit seiner Familie an der Donau entlang und trifft einen Jungen, der ihn fasziniert. Gedreht wurde auch in Lauingen. Der CineCoPro Award wird vom FilmFernsehFonds Bayern (FFF) mit Hilfe der Bayerischen Staatskanzlei gestiftet und würdigt internationale Filme, die mit deutscher Beteiligung entstanden sind.

Bester internationaler Debütfilm wurde das Familiendrama „A Girl Unknown“ der chinesischen Filmemacherin Jing Zou. Bei den Kinderfilmen gewann „Mein Sommer bei Nonna“ von Margherita Spampinato über Nico, der den Sommer bei seiner Großtante auf Sizilien verbringen muss, ohne Internet und Freunde.

Auch das Publikum konnte abstimmen. Beliebtester deutscher Film wurde Helena Hufnagels Streifen „Lieblingsmenschen - Die außergewöhnliche Freundschaft von Agnes & Amir“. Eine 101-Jährige lässt darin einen jungen Geflüchteten bei sich wohnen. Aus der Zweckgemeinschaft entsteht eine besondere Beziehung, zu sehen ist der Film ab 26. November im Kino.

Von der Rückkehr eines geflüchteten Syrers in seine Heimat erzählt der Siegerfilm der Audience Awards in der Kategorie international: „If Only the Year Had 364 Days“ von Almourad Aldeeb. Beliebtester Kinderfilm wurde „Plitsch Platsch Forever“ über Kinder, die das Freibad in ihrem Ort retten wollen. Ein leichtes Sommervergnügen, das bereits am Donnerstag in den Kinos anläuft.

Duchovny war nicht der einzige Stargast bei den vielen Premieren, Empfängen und öffentlichen Gesprächsrunden. Anfang der Woche kam der italienische Schauspieler Toni Servillo und nahm einen CineMerit Award entgegen. Auch Elyas M'Barek ließ sich sehen, gerade frisch von New York nach München zurückgezogen.

Prominente Gäste waren auch der spanische Regisseur Pedro Almodóvar sowie zahlreiche prominente Schauspielerinnen und Schauspieler wie Sandra Hüller, Veronica Ferres, Tobias Moretti oder die Brüder Florian und Maximilian Brückner.

Auch die Grünen-Bundestagsabgeordnete Claudia Roth, ehemalige Kulturstaatsministerin, war dabei. Sie besuchte die Eröffnung des Festivals mit dem historischen Drama „Vaterland“, praktischerweise mit Fächer - einem Accessoire, das angesichts der extremen Hitze vor allem am ersten Festivalwochenende häufig zu sehen war.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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