Fußball-Europameisterschaft

Fake-Maskottchen: „Aktion war investigativer Journalismus“

YouTuber Marvin Wildhage verteidigte die Aktion vor Gericht: Er habe Missstände öffentlich machen wollen.

YouTuber Marvin Wildhage verteidigte die Aktion vor Gericht: Er habe Missstände öffentlich machen wollen.

Von dpa

YouTuber Marvin Wildhage, der sich als falsches EM-Maskottchen beim Eröffnungsspiel in München bis zum Spielfeld geschmuggelt hatte, hat seine Aktion vor Gericht als investigativen Journalismus verteidigt. „Ich sehe es als meine Aufgabe, auf Missstände aufmerksam zu machen, sie in die Öffentlichkeit zu tragen“, sagte er zu Beginn seines Prozesses vor dem Amtsgericht München. Der 29-Jährige ist wegen Urkundenfälschung und Erschleichen von Leistungen angeklagt.

Gegen einen entsprechenden Strafbefehl hatte er Einspruch eingelegt, weshalb es nun zur Hauptverhandlung kam. Wildhage hatte sich im Juni 2024 beim Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft zwischen Deutschland und Schottland dank eines gefälschten Kostüms und gefälschter Akkreditierungen ohne Berechtigung direkt am - und teils auf - dem Spielfeldrand aufgehalten.

Das offizielle EM-Maskottchen im Einsatz. (Archivbild)
Das offizielle EM-Maskottchen im Einsatz. (Archivbild)
Das offizielle EM-Maskottchen im Einsatz. (Archivbild)
Mit diesem sehr echt aussehenden Kostüm hatte der Youtuber es beim EM-Eröffnungsspiel bis auf das Spielfeld geschafft. (Archivbild)
Mit diesem sehr echt aussehenden Kostüm hatte der Youtuber es beim EM-Eröffnungsspiel bis auf das Spielfeld geschafft. (Archivbild)
Mit diesem sehr echt aussehenden Kostüm hatte der Youtuber es beim EM-Eröffnungsspiel bis auf das Spielfeld geschafft. (Archivbild)

„Mein Ziel war es zu überprüfen, ob dieses Sicherheitskonzept so standhält“, sagte Wildhage nun vor Gericht. „Als wir auf dieses Stadion zugefahren sind, hatte ich ehrlicherweise die Hoffnung, dass es nicht klappt.“ Die akribischen Vorbereitungen und die Geschehnisse am Eröffnungstag selbst hat Wildhage in einem Video festgehalten, das inzwischen mehr als 3,1 Millionen mal angesehen wurde. Nach seiner Einlassung zogen sich die Verfahrensbeteiligten zu einem Rechtsgespräch zurück.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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