Wiesn-Gesundheit

Erstmals Grippe- und Corona-Impfung direkt auf der Wiesn

Auf der Wiesn-Sanitätsstation der Aicher Ambulanz Union wird jetzt auch geimpft. (Archivbild)

Auf der Wiesn-Sanitätsstation der Aicher Ambulanz Union wird jetzt auch geimpft. (Archivbild)

Von dpa

Zum „O'zapft is“ soll es auf der Münchner Wiesn dieses Jahr auch „O'piekst is“ heißen: Erstmals bietet die Stadt München direkt auf dem Oktoberfest Impfungen gegen Grippe und Covid-19 an. In der Wiesn-Sanitätswache können sich Besucher, Wiesn-Beschäftigte und auch andere Impfwillige ohne Termin impfen lassen. Impfpass und Krankenkassenkarte sollten mitgebracht werden, hieß es bei der Stadt. Die ersten kamen bereits am ersten Festtag, wie die Wiesn-Ärzte berichteten.

Das Angebot gilt montags bis freitags von 10.00 bis 14.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 9.00 bis 14.00 Uhr. Der Impfschutz baue sich innerhalb von etwa ein bis zwei Wochen vollständig auf.

„München impft“

In der Masse haben es Erkältungsviren leicht.
In der Masse haben es Erkältungsviren leicht.
In der Masse haben es Erkältungsviren leicht.
Impfen geht jetzt auch auf der Wiesn. (Symbolbild)
Impfen geht jetzt auch auf der Wiesn. (Symbolbild)
Impfen geht jetzt auch auf der Wiesn. (Symbolbild)
Der Infektiologe Prof. Dr. Christoph Spinner rät vor allem Risikogruppen zur Impfung. (Archivbild)
Der Infektiologe Prof. Dr. Christoph Spinner rät vor allem Risikogruppen zur Impfung. (Archivbild)
Der Infektiologe Prof. Dr. Christoph Spinner rät vor allem Risikogruppen zur Impfung. (Archivbild)

Die Impfaktion ist Teil der stadtweiten Initiative „München impft“, die von der Stadt München sowie dem LMU Klinikum und dem TUM Klinikum getragen wird. „Wir gehen dorthin, wo die Menschen sind, und das ist jetzt eben die Wiesn“, sagte Gesundheitsreferentin Beatrix Zurek. Es gehe darum, schwere Erkrankungen und Komplikationen zu verhindern und die Impfquoten gemäß den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) zu steigern, hieß es.

Viele trotz Empfehlung nicht geimpft

Nicht einmal jeder Dritte, dem eine Impfung empfohlen wird, sei gegen Influenza geimpft - und habe damit ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf, berichtete Christoph Spinner, Leiter der Infektiologie am TUM-Klinikum Rechts der Isar. Der Herbst sei nicht nur Volksfest-, sondern auch Impfsaison. Denn jetzt beginnt die Erkältungszeit.

Anders als die Grippe sei das Covid-19-Virus nicht so sehr an die kalte Jahreszeit gebunden und zirkuliere ganzjährig. „Da in Festzelten sehr viele Menschen auf engstem Raum zusammenkommen, ist das Infektionsrisiko für Covid-19 auf der Wiesn erhöht.“ In der bierseligen Enge der Zelte haben es Erkältungsviren aller Arten leicht. In München kennt man das: Wiesn-Grippe.

RSV - unterschätzte Gefahr?

Ein Thema kann in der kalten Jahreszeit auch das hochansteckende RSV-Virus werden. Für die Wiesn sei keine akute Welle zu erwarten, sagt Spinner. Wer sich impfen lassen wolle, solle das dennoch rechtzeitig angehen. „Derzeit sind nur wenige Menschen, denen die Impfung empfohlen wird, gegen RSV geimpft - daher ist jetzt ein guter Zeitpunkt, die Impfung nachzuholen.“ Das RSV-Virus kann vor allem für Säuglinge und ältere Menschen gefährlich werden. Die STIKO-Impfempfehlung gilt für Erwachsene ab 75 Jahren und Menschen mit schweren Grunderkrankungen ab 60 Jahren.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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