Attacke auf Demonstrationszug
Erstes Plädoyer im Mordprozess nach Auto-Anschlag geplant

Peter Kneffel/dpa
Der Prozess wegen des tödlichen Auto-Anschlages auf eine Demonstration neigt sich seinem Ende zu. (Archivbild)
Im Mordprozess nach einem tödlichen Auto-Anschlag auf eine Verdi-Demonstration in München hält die Bundesanwaltschaft voraussichtlich heute (9.30 Uhr) ihr Plädoyer. Auch die Nebenklagevertreter und gegebenenfalls die Nebenkläger selbst sollen abschließend zu Wort kommen. Der Schlussvortrag der Verteidigung und das letzte Wort des Angeklagten sollen dann am nächsten Tag folgen. Das Urteil wird der Planung zufolge am 6. August verkündet.
Die Bundesanwaltschaft wirft dem Mann unter anderem zweifachen Mord und 44-fachen Mordversuch vor. Sie geht von islamistischem Terrorismus als Motiv aus.
Der Mittzwanziger war am 13. Februar vergangenen Jahres mit einem Kleinwagen in eine friedliche Demonstration der Gewerkschaft Verdi gerast. Der Wagen erfasste ein zweijähriges Mädchen im Kinderwagen und dessen Mutter. Die beiden wurden durch die Luft geschleudert und so schwer verletzt, dass sie wenige Tage später starben. Mehr als 40 weitere Menschen wurden verletzt, einige von ihnen lebensgefährlich.

Pia Bayer/dpa
Die Tat, bei der eine Mutter und ihre zweijährige Tochter starben, hatte die Landeshauptstadt erschüttert. (Archivbild)
Viele der Betroffenen von damals leiden bis heute teils unter körperlichen, teils unter psychischen Folgen des Geschehens. Manche konnten ihre Arbeit noch immer nicht wieder aufnehmen.








