Gericht
Erste Verhandlungen im neuen Strafjustizzentrum
Mit zwei Verhandlungen hat in dem neuen Münchner Strafjustizzentrum der Gerichtsbetrieb begonnen.
Vor dem 9. Strafsenat wurde nach Angaben eines Gerichtssprechers das Verfahren gegen ein mutmaßliches Mitglied einer Reichsbürger-Gruppe fortgesetzt, die einen Umsturz geplant haben soll. Die Verhandlung fand im größten Saal statt - der gleich zwei Namen hat, weil er teilbar ist: Illertissen und Neu-Ulm. Zudem gab es ein weiteres Verfahren vor der 10. Strafkammer wegen des Verdachts des schweren Bandendiebstahls.
Das neue Strafjustizzentrum war kürzlich nach mehr als zehn Jahren Bauzeit eröffnet worden. Rund 400 Millionen Euro - und damit deutlich mehr als zunächst geplant - kostete der Bau, der nun vier Gerichte und zwei Staatsanwaltschaften beherbergen soll.
Insgesamt sollen künftig rund 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem neuen Gebäude auf insgesamt 39.300 Quadratmetern tätig sein. Es gibt drei Innenhöfe, Extra-Treppenhäuser für die Häftlinge und die Richter - und 54 Gerichtssäle. Sie tragen die Namen der bevölkerungsreichsten Ortschaften aus den jeweiligen Amtsgerichtsbezirken.









