DFB-Pokal

Double, Torhüter, Prämien: Wissenswertes vorm Pokalfinale

Harry Kane hat auf dem Weg ins Finale sieben der 14 Bayern-Tore erzielt.

Harry Kane hat auf dem Weg ins Finale sieben der 14 Bayern-Tore erzielt.

Von dpa

Im Berliner Olympiastadion endet traditionell die nationale Fußball-Saison. FC Bayern München oder VfB Stuttgart - wer holt den DFB-Pokal? Die Rollen sind klar verteilt - und Münchens Meistercoach Vincent Kompany verriet vor dem Finale am Abend (20.00 Uhr/ARD und Sky). „Ich schlafe immer am besten in der Nacht vor dem Spiel.“ Und in der Nacht nach dem Finale? Das dürfte entscheidend vom Ergebnis und einer möglichen Partynacht abhängen.

Holt Kompany im zweiten Bayern-Jahr das Double? Deutscher Meister sind die Bayern schon. Im 25. Pokalfinale soll nun der 21. Erfolg gelingen. Das würde eine gute Bayern-Saison zu einer sehr guten machen, auch wenn sich Kompany auf diese einfache Formel nicht einlassen möchte. „Pokal gewinnen gute Saison? Pokal verlieren schlechte Saison?“ Nein, dieses Schwarz-weiß-Denken ist dem 40 Jahre alten Belgier zu platt. „Ich habe, ehrlich gesagt, wirklich Bock auf einen Sieg. Das ist das Einzige, was zählt. Und nicht die Saison-Analyse.“

Sebastian Hoeneß hat den DFB-Pokal im Visier. Er will mit dem VfB Stuttgart den Triumph von 2025 wiederholen.
Sebastian Hoeneß hat den DFB-Pokal im Visier. Er will mit dem VfB Stuttgart den Triumph von 2025 wiederholen.
Sebastian Hoeneß hat den DFB-Pokal im Visier. Er will mit dem VfB Stuttgart den Triumph von 2025 wiederholen.
Jonas Urbig wird warm geschossen fürs Finale.
Jonas Urbig wird warm geschossen fürs Finale.
Jonas Urbig wird warm geschossen fürs Finale.
Abschiedsspiel im VfB-Tor? Alexander Nübel beim Abschlusstraining im Berliner Olympiastadion.
Abschiedsspiel im VfB-Tor? Alexander Nübel beim Abschlusstraining im Berliner Olympiastadion.
Abschiedsspiel im VfB-Tor? Alexander Nübel beim Abschlusstraining im Berliner Olympiastadion.

VfB-Coach Sebastian Coach wiederum hat richtig Bock auf den zweiten Pokal-Triumph nacheinander. „Wir haben Blut geleckt“, sagte der Titelverteidiger. Der 44-Jährige sieht seine Mannschaft als selbstbewussten Außenseiter, der sich der Schwere der Aufgabe bewusst ist. „Eine außergewöhnliche Leistung, die brauchst du gegen die Bayern. Es ist das schönste Spiel, das du haben kannst gegen die beste Mannschaft in Deutschland und eine der besten in Europa.“

Die ganze Woche über stand Manuel Neuer im Fokus der Öffentlichkeit. Der 40 Jahre alte Bayern-Kapitän soll nach seinem Rücktritt vom Rücktritt als Nummer eins zur WM fahren. Aber im Pokalfinale wird er nur als Zuschauer dabei sein.

Die linke Wade lässt einen Einsatz des Bayern-Kapitäns nicht zu. „Die WM ist nicht in Gefahr“, berichtete Sportvorstand Max Eberl. Es mache aber keinen Sinn, ihn „ins Tor zu stellen mit dem Risiko, dass er sich schwerst verletzen könnte“. So kommt der 22 Jahre alte Jonas Urbig in den Genuss, sein erstes großes Finale bestreiten zu dürfen. Urbig ist es inzwischen gewohnt, Neuer zu vertreten. Es ist sein 20. Pflichtspieleinsatz in dieser Saison. „Wir vertrauen dem Jungen unglaublich“, sagte Kompany.

Im Stuttgarter Tor steht Alexander Nübel. Kann er Bayerns Star-Offensive um Harry Kane stoppen? Zwölf der 14 Münchner Treffer auf dem Weg ins Finale gehen auf das Konto von Kane (7), Luis Díaz (3) und Michael Olise. Der von Bundestrainer Julian Nagelsmann in den WM-Kader berufene Nübel spielt im Olympiastadion gegen seinen eigentlichen Arbeitgeber. Denn der 29-Jährige gehört den Bayern (Vertrag bis 2030), ist aber seit 2023 an den VfB ausgeliehen.

Das Finale könnte Nübels Abschiedsspiel im Stuttgarter Tor sein. Er ist zu teuer für eine feste Verpflichtung. Sein aktueller Trainer glaubt nicht, dass Nübel die offene Zukunft belasten wird. „Die Sorge habe ich überhaupt nicht. Alex hat eine sehr gute Saison gespielt“, sagte Hoeneß: „Er ist ein großer Bestandteil dafür, dass wir in den vergangenen drei Jahren eine Erfolgsgeschichte geschrieben haben. Das wird er auch im Finale sein. Alex wird bereit sein!“

Der DFB-Pokal ist auch finanziell attraktiv. Rund 6,6 Millionen Euro an Prämien haben der FC Bayern und der VfB Stuttgart jeweils auf dem Weg ins Finale verdient. Der Endspiel-Verlierer erhält weitere 2,88 Millionen Euro, der Gewinner 4,32 Millionen. Der Pokalsieger kommt damit auf fast elf Millionen Euro.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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