Alt-Oberbürgermeister

Dieter Reiter genießt das Münchner Stadtleben ohne Amt

Dieter Reiter genießt nach Abschied vom Rathaus neue Freiheit. (Archivbild)

Dieter Reiter genießt nach Abschied vom Rathaus neue Freiheit. (Archivbild)

Von dpa

Ein halbes Jahr nach seinem Abschied aus dem Münchner Rathaus genießt Alt-Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) seine neue Freiheit. „Das Gute ist, ich brauche keine Personenschützer mehr. Ich fahre mit dem Radl her und muss mich nicht ankündigen. Diese neue Freiheit hat definitiv ihren Charme“, sagte der 68-Jährige der „tz“ mit Blick auf die bevorstehende Wiesn.

Für das Oktoberfest habe er mehrere Einladungen bekommen, unter anderem ins Augustiner- und Paulaner-Festzelt sowie in die Bräurosl. Reiter verbindet mit dem Fest viele Kindheitserinnerungen, er ist in München aufgewachsen, unweit der Theresienwiese. Als Kind habe er die Baustelle auf der Theresienwiese und die ersten Karussellfahrten besonders in Erinnerung.

Bei den Kommunalwahlen war Reiter seinem Herausforderer Dominik Krause (Grüne) unterlegen. (Archivbild)

Bei den Kommunalwahlen war Reiter seinem Herausforderer Dominik Krause (Grüne) unterlegen. (Archivbild)

Wegen FC Bayern unter Druck

Inkognito ist Reiter, der zwölf Jahre lang Rathauschef in München war, noch nicht unterwegs. Er werde immer noch oft angesprochen. „Wenn ich über den Marienplatz laufe, mache ich noch immer an die fünf Selfies mit Touristen, die gar nicht wissen, dass ich nicht mehr Oberbürgermeister bin“, sagte er.

Reiter war kurz vor der Kommunalwahl im März wegen seiner Nebentätigkeit für den FC Bayern unter Druck geraten: Er hatte sich seine Posten beim FC Bayern im Verwaltungsbeirat und seit Februar auch im Aufsichtsrat nicht vom Stadtrat genehmigen lassen. Er gab beide Posten zurück und spendete die damit verbundenen Einnahmen in Höhe von 90.000 Euro an soziale Projekte. Die Wahl konnte er trotzdem nicht retten. In der Stichwahl am 22. März unterlag er überraschend deutlich seinem Herausforderer Dominik Krause (Grüne) und verkündete seinen Abschied aus der Kommunalpolitik.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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