Theater an der frischen Luft

Das bieten Bayerns Freilichtbühnen in diesem Sommer

Die Luisenburg-Festspiele sind ein bekanntes Festival. (Archivbild)

Die Luisenburg-Festspiele sind ein bekanntes Festival. (Archivbild)

Von dpa

Von der Wunsiedler Luisenburg über den Feuchtwanger Kreuzgang bis nach Schwaben: Landauf, landab bieten Freilichtbühnen in Bayern in den Sommermonaten spektakuläres Theater vor beeindruckenden Kulissen. Und das auch noch an der frischen Luft, so dass es meist weniger förmlich zugeht als in klassischen Theaterbauwerken. Eine Übersicht ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Digitale Hilfsmittel, moderne Effekte, Videoeinblendungen? Braucht man auf der Luisenburg Wunsiedel nicht. Die spektakuläre Felsenbühne bietet den Rahmen für Theater unplugged: „Bei uns gibt es traditionelles Theaterhandwerk“, sagt Intendantin Birgit Simmler. Und das in archaischer Natur. Konkret gibt es heuer zum Beispiel „Der Da Vinci Code - Sakrileg“, basierend auf dem berühmten Dan-Brown-Roman, zu sehen. Bei Aufführungen in Innenräumen könne man dabei auf digitale Technik setzen, um Aspekte an dem Stück wie zum Beispiel die Zahlenrätsel, darzustellen. Das funktioniere Outdoor nicht. Man arbeite mit traditionellen Mitteln.

Bei den Luisenburg-Festspielen sind in diesem Sommer zahlreiche neue Stücke zu sehen. (Archivbild)
Bei den Luisenburg-Festspielen sind in diesem Sommer zahlreiche neue Stücke zu sehen. (Archivbild)
Bei den Luisenburg-Festspielen sind in diesem Sommer zahlreiche neue Stücke zu sehen. (Archivbild)
Das Theater liegt inmitten einer beeindruckenden Felsenlandschaft. (Archivbild)
Das Theater liegt inmitten einer beeindruckenden Felsenlandschaft. (Archivbild)
Das Theater liegt inmitten einer beeindruckenden Felsenlandschaft. (Archivbild)
1.900 Plätze gibt es. (Archivbild)
1.900 Plätze gibt es. (Archivbild)
1.900 Plätze gibt es. (Archivbild)

Derzeit erlebe man ja eher den Rückzug in den digitalen Raum, die Freizeitgestaltung im Privaten, sagt Simmler. Hier habe man den archaischen Gegenentwurf: Bis zu 1.900 Menschen pro Aufführung erleben gemeinsam eine Aufführung - ob bei milder Abendstimmung, Sonne, Regen oder Wind.

Außerdem stehen auf dem Luisenburg-Programm für diesen Sommer das Familienstück „Pumuckl“, das Musical „The Rocky Horror Show“, der Shakespeare-Klassiker „Romeo und Julia“ sowie das Schauspiel „Achtsam morden“ sowie Gastspiele und Konzerte. Die Luisenburg-Festspiele gehören zu den ältesten Freilichtbühnen Deutschlands. Seit dem 17. Jahrhundert gibt es dort vor dem Felsenlabyrinth Aufführungen.

Lange Tradition vor romanischen Arkaden: Die 1948 gegründeten Kreuzgangspiele im mittelfränkischen Feuchtwangen gelten als Wegbereiter der deutschen Freilufttheater-Bewegung. Diese bespielen in der Sommersaison zwei Bühnen. Der Kreuzgang eines ehemaligen Benediktinerklosters ist der Stadt zufolge das Herzstück der Festspiele. 2009 kam eine zweite kleinere im Nixel-Garten dazu, die für experimentellere Formate gedacht ist.

Vom 9. Mai bis 16. August stehen sechs Stücke auf dem Spielplan der Kreuzgangspiele. Für Erwachsene gibt es eine neue Fassung des berühmten Romans „Der große Gatsby“ von F. Scott Fitzgerald, die italienische Komödie „Der Diener zweier Herren“ von Carlo Goldoni und „1984“ von George Orwell zu sehen. Für Kinder steht „Die kleine Hexe“ von Otfried Preußler und das Märchen „Die Prinzessin auf der Erbse“ auf dem Programm. An Jugendliche richtet sich eine moderne Adaption von E. T. A. Hoffmanns „Der Sandmann“.

Auf der Freilichtbühne in Altusried im Oberallgäu wird an einen der ganz großen Hollywood-Klassiker erinnert. Das Musical „Das zauberhafte Land von Oz“ steht vom 7. bis 23. August sechsmal auf dem Programm. Das Festspielhaus Neuschwanstein hat die berühmte Vorlage überarbeitet, mehr als 50 Darsteller bringen das Stück auf die Bühne.

Der Kinofilm „Der Zauberer von Oz“, auch bekannt als „Das zauberhafte Land“, von 1939 mit der jungen Judy Garland in der Hauptrolle ist einer der bekanntesten Kinofilme der Geschichte. Das Mädchen Dorothy wird in der Geschichte durch einen Sturm in das Fantasieland Oz versetzt. Das Lied „Somewhere over the Rainbow“ wurde durch den Streifen zum Klassiker.

Das Augsburger Staatstheater kann in diesem Jahr seine beliebte Freilichtbühne im Stadtzentrum nicht bespielen. Die Stadtverwaltung hatte vor wenigen Wochen die fast 100 Jahre alte Freilichtbühne am Roten Tor wegen Baumängeln kurzfristig geschlossen. Für die jedes Jahr zum Saisonfinale stattfindende Musicalinszenierung musste das Theater umplanen.

Das Stück „Monty Python’s Spamalot“ wird nun unter freiem Himmel auf dem Gelände des alten Gaswerks gezeigt (27. Juni bis 31. Juli 2026). Das Stück wurde nach Motiven des Kultfilms „Die Ritter der Kokosnuss“ der britischen Komikertruppe geschrieben. Auf dem historischen Gaswerksareal hat das Staatstheater auch bereits eine Ausweichbühne wegen der laufenden Sanierung des Großen Hauses in Augsburg.

Klassiker auf Bairisch lautet das Motto der Waldfestspiele in Bad Kötzting in der Oberpfalz. Auf dem Programm steht in der zweijährigen Spielzeit 2026 und 2027 das Stück „Don Quijote“ nach Miguel de Cervantes. Das Publikum kann in einer bairischen Bühnenfassung von Sascha Edenhofer und Sara Herbst die Abenteuer des „Ritter von der traurigen Gestalt“ miterleben.

Jeweils im Juli und August wird den Zuschauerinnen und Zuschauern nach Angaben der Festspielgemeinschaft Kötzting ein „fröhlich-amüsantes Theatererlebnis in atemberaubender Freiluftatmosphäre“ geboten. In den Jahren 2024 und 2025 brachte das Ensemble „Die Weber“ nach Gerhard Hauptmann auf die Bühne. Auch Goethes „Faust“ und Shakespeares „Macbeth“ standen schon auf dem Spielplan. Gegründet wurde die Theatergruppe im Landkreis Cham im Jahr 1989.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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