Kommunalwahl

Bürgermeister tritt nach Wahlfälschung zurück

In Wülfershausen wird wegen Verdachts der Wahlfälschung ermittelt. (Symbolbild)

In Wülfershausen wird wegen Verdachts der Wahlfälschung ermittelt. (Symbolbild)

Von dpa

Nach der Fälschung von Wahlunterlagen ist der Bürgermeister von Wülfershausen an der Saale in Unterfranken zurückgetreten. Das bestätigte ein Sprecher der Verwaltungsgemeinschaft Saal an der Saale. Das Konterfei des Mannes wurde von der Webseite der Gemeinde im Landkreis Rhön-Grabfeld entfernt.

Die Amtsgeschäfte führe derzeit der Zweite Bürgermeister. Wie es grundsätzlich nun weitergeht, ob es etwa Neuwahlen geben wird, ist noch unbekannt. Das Landratsamt und die Regierung von Unterfranken wollen im Laufe des Tages über das weitere Vorgehen informieren. Zuvor hatte die „Main-Post“ berichtet.

Der Erste Bürgermeister hatte am Dienstag bei seiner polizeilichen Vernehmung Wahlfälschung bei den Kommunalwahlen eingeräumt. So soll der CSU-Politiker vor der Hauptwahl am 8. März Briefwahlunterlagen geöffnet und jeweils mehrere Stimmzettel zur Gemeinderatswahl, der Wahl zum Ersten Bürgermeister und der Kreistagswahl verfälscht haben, teilte die Staatsanwaltschaft Schweinfurt mit. Anschließend habe er die Wahlumschläge wieder verschlossen oder durch von der Gemeinde vorgehaltene Ersatzumschläge ausgetauscht. „Die Anzahl der jeweils verfälschten Stimmzettel ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen“, hieß es.

Trotz mehrmaliger Anfrage äußerte sich der Verdächtige gegenüber der Deutschen Presse-Agentur nicht zu den Vorwürfen. Für den Beschuldigten gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung. Der Bürgermeister war bei der Kommunalwahl im Amt bestätigt worden, das er seit 2018 innehat.

Bei seiner Vernehmung hatte der Verdächtige nach Angaben der Staatsanwaltschaft gesagt, er habe unter anderem seine Frau unterstützen wollen, die für den Gemeinderat kandidiert habe. Aber auch sich selbst soll der Mann nach Angaben der Ermittler mit zusätzlichen Stimmen versorgt haben.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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