Kriminalität

Brandanschlag auf Strommasten bei München

Die Feuerwehr konnte die beiden brennenden Strommasten schnell löschen. (Symbolbild)

Die Feuerwehr konnte die beiden brennenden Strommasten schnell löschen. (Symbolbild)

Von dpa

Unbekannte Täter haben zwei Strommasten bei Garching nahe München in Brand gesteckt. „Die bisherigen Erkenntnisse deuten klar auf Sabotage hin. Unser Staatsschutz ermittelt mit Hochdruck“, betonte Innenminister Joachim Herrmann (CSU). Auch wenn niemand verletzt worden sei, verurteile er den hinterhältigen Brandanschlag aufs Schärfste. Durch den Vorfall war in Teilen Ismanings kurzzeitig der Strom ausgefallen.

Dem Polizeipräsidium München zufolge war in den frühen Morgenstunden der Brand eines Strommastes bei Garching gemeldet worden. Wenig später brannte in der Nähe noch ein zweiter Strommast. Beide Feuer konnten rasch gelöscht werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens war zunächst nicht bekannt.

Aufgrund des Schadensbildes gehen die Beamtinnen und Beamten derzeit von Brandstiftung aus. Eine Fahndung verlief zunächst erfolglos. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

In München waren in den zurückliegenden Jahren mehrfach wichtige Infrastruktureinrichtungen Ziele von Brandanschlägen geworden. So fiel beispielsweise im Mai 2021 großflächig der Strom in der Landeshauptstadt aus, weil nach einem offenbar absichtlich gelegten Feuer in einer Baugrube rund 50 Stromkabel der Mittelspannung zerstört wurden. Die Ermittler ordnen viele Fälle Tätern aus dem linksextremen Spektrum zu, ohne konkreten Personen die Taten nachweisen zu können.

„Wer unsere Infrastruktur angreift, greift unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt an. Bayern handelt entschlossen und tut alles dafür, die Stromversorgung schnell wiederherzustellen und die Bevölkerung zu schützen“, betonte Herrmann nun. Bereits nach dem Brandanschlag in Berlin zum Jahreswechsel 2025/2026 habe die bayerische Polizei ihre Maßnahmen nochmals verstärkt. Zudem sollten alle 96 Kreisverwaltungsbehörden mit mobilen Notstromgerätesätzen für die Feuerwehr ausgestattet werden, um im Ernstfall die Stromversorgung weitgehend zu sichern. 19 Landkreise und kreisfreie Städte hätten diese Systeme bereits erhalten.

In Berlin hatten am 3. Januar mutmaßliche Linksextremisten einen Brandanschlag auf eine Kabelbrücke verübt, Folge war der bislang längste Stromausfall der Berliner Nachkriegsgeschichte. Im Südwesten der Stadt waren 100.000 Menschen in 45.000 Haushalten und mehr als 2.000 Gewerbebetriebe teils tagelang ohne Strom und damit oft auch ohne Heizung.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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