Oktoberfest

„Bier, Boobs, Brezn“ - Lesbische Wiesn-Party

Sina Scherer (links) und Silke Völling veranstalten das lesbische WIesn-Event.

Sina Scherer (links) und Silke Völling veranstalten das lesbische WIesn-Event.

Von dpa

„Bier, Boobs, Brezn“: Auf dem Münchner Oktoberfest soll es in diesem Jahr ein Event nur für queere Frauen geben. Am 21. September werden rund 700 Frauen und FLINTA-Personen im Festzelt „Bräurosl“ feiern - einen Tag nach dem traditionellen Gay Sunday, zu dem vor allem schwule Männer kommen.

Und das ist nach Ansicht von Veranstalterin Sina Scherer genau das Problem: „Wo sind eigentlich die lesbischen Frauen? In München gab es früher viel mehr Orte, an denen lesbische Frauen sichtbar waren und sich selbstverständlich getroffen haben - gerade auch im Glockenbachviertel. Viele davon sind verschwunden. Auf der Wiesn haben wir ein ähnliches Phänomen beobachtet. Es gibt seit Jahrzehnten etablierte queere Termine, aber lesbische Frauen spielen dabei als eigene Community bislang kaum eine sichtbare Rolle“, erläutert sie.

Im Festzelt «Bräurosl» findet das Event der «Busenfreundinnen» statt (Archiv).
Im Festzelt «Bräurosl» findet das Event der «Busenfreundinnen» statt (Archiv).
Im Festzelt «Bräurosl» findet das Event der «Busenfreundinnen» statt (Archiv).
Veranstalterin Scherer (rechts) mit Bräurosl-Wirtin Franziska Reichert.
Veranstalterin Scherer (rechts) mit Bräurosl-Wirtin Franziska Reichert.
Veranstalterin Scherer (rechts) mit Bräurosl-Wirtin Franziska Reichert.

„Da haben wir irgendwann gesagt: Dann warten wir nicht darauf, dass jemand einen Raum für uns schafft. Dann schaffen wir ihn selbst.“ Das macht sie mit ihren „Lost Girls“-Events schon länger, auf der Wiesn ist es eine Premiere.

Wiesn „kein klassischer Queer Space“

„Vielleicht ist die Wiesn gerade deshalb ein guter Ort, weil sie kein klassischer Queer Space ist“, sagt Scherer im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Die Wiesn gehört zur Münchner Stadtgesellschaft. Hier sitzen unterschiedlichste Generationen, Nationalitäten, Milieus und Lebensentwürfe nebeneinander auf der Bierbank. Und genau dort sollte queeres Leben selbstverständlich sichtbar sein - nicht nur im queeren Club oder beim CSD.“

Nach Angaben der „Bräurosl“-Wirte Franziska und Peter Reichert gibt es den Rosa Sonntag schon seit mehr als 40 Jahren. 90 Prozent der Gäste seien männlich. „Hier liegen sich über 6.000 Männer in den Armen und feiern das Leben und die Liebe.“

Die Nachfrage werde von Jahr zu Jahr größer und übersteige das Angebot. „So entstand die Idee, diesen Tag zu verlängern. In diesem Jahr gibt es also zusätzlich zum Rosa Sonntag den Rosa Montag.“ Und in diesem Rahmen gibt es nun auch die Veranstaltung mit dem Motto „Bier, Boobs, Brezn“.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

Themen des Artikels folgen

Alle Artikel zu gefolgten Themen und Autoren finden Sie bei mein idowa

Finden, was Sie suchen: Sie können sich Artikel von idowa in der Google-Suche nun bevorzugt anzeigen lassen. Mehr Informationen zur kostenlosen Google-Funktion finden Sie auf unserer Infoseite.

Keine Kommentare


Neueste zuerst Älteste zuerst Beliebteste zuerst
alle Leser-Kommentare anzeigen
Leser-Kommentare ausblenden

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert.