Terror beim CSD

Regenbogenflaggen in München nach Anschlag beim Berliner CSD

Als Zeichen der Solidarität wehen vor dem Münchner Rathaus Regenbogenflaggen. (Archivbild)

Als Zeichen der Solidarität wehen vor dem Münchner Rathaus Regenbogenflaggen. (Archivbild)

Von dpa

Münchens Oberbürgermeister Dominik Krause (Grüne) hat nach dem Terroranschlag am Rande des Christopher Street Day (CSD) in Berlin Regenbogenflaggen vor dem Rathaus aufhängen lassen.

„Dieser Anschlag richtet sich gegen die LGBTIQ+-Community und gegen unsere demokratische Gesellschaft“, schrieb Krause in einem Brief an den Berliner Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Er treffe Menschen, die ihr Recht auf sexuelle Selbstbestimmung lebten und all jene, die für Gleichberechtigung und Akzeptanz auf die Straße gegangen seien.

Krause betonte, wie wichtig es sei, die offene Gesellschaft und deren demokratische Errungenschaften zu verteidigen. „Dazu gehören das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung, der Schutz von Minderheiten und das Demonstrationsrecht. All dies wurde durch den Anschlag vom Wochenende angegriffen.“

Beim Christopher Street Day in München nahm Oberbürgermeister Dominik Krause mit seinem Lebensgefährten Sebastian Müller teil. (Archivbild)

Beim Christopher Street Day in München nahm Oberbürgermeister Dominik Krause mit seinem Lebensgefährten Sebastian Müller teil. (Archivbild)

Der Anschlag habe ihn entsetzt und tief betroffen gemacht, sagte Krause. Der Familie und dem Freundeskreis der Getöteten sowie allen Betroffenen sprach er seine Anteilnahme aus. „Meine Gedanken sind bei Ihnen“, erklärte der 35-Jährige, der beim CSD Ende Juni in München mit seinem Lebensgefährten gefeiert hatte.

Am Abend war auf dem Marienplatz zudem eine Mahnwache geplant, bei der die Gäste auch die Möglichkeit haben sollen, Kerzen und Blumen abzulegen. Die Gedanken aller seien bei den Verletzten, den Angehörigen und Freunden und Freundinnen der getöteten Person sowie bei denen, die das Geschehen miterleben mussten, sagte der Münchner CSD-Geschäftsführer Alexander Kluge. „Unsere ganze Solidarität gilt dem Berliner CSD und der queeren Community in Berlin. Heute trauern wir und wir stehen zusammen.“

Der CSD in Berlin war am Samstagabend abgebrochen worden, nachdem ein Auto am Rande der Großveranstaltung in eine Menschenmenge gefahren war. Eine Frau wurde getötet, 29 weitere Menschen wurden verletzt. Am Sonntagabend wurde der mutmaßliche Täter Abdul B. bei einem Polizeieinsatz getötet.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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