150 Jahre Festspiele

Bayreuth hat nun ein Jubiläumsprogramm light

Bayreuths Aushängeschild - das Festspielhaus. (Archivbild)

Bayreuths Aushängeschild - das Festspielhaus. (Archivbild)

Von dpa

Die Stadt Bayreuth plant aus finanziellen Gründen eine abgespeckte Variante ihres Programms zum Festspiel-Jubiläum. So könnten ein Konzert der Hofer Symphoniker und eine Chorserenade nun doch stattfinden, teilte ein Sprecher mit. Die beiden Veranstaltungen hätten Teil einer Festmeile zum Festivalstart am 25. und 26. Juli sein sollen. Doch die Festmeile hatte Oberbürgermeister Andreas Zippel (SPD) vor wenigen Tagen aus Kostengründen abgesagt.

Nun äußerte er sich erstmals zu den Details: Nach Durchsicht der Unterlagen habe er festgestellt, dass im Kulturreferat Fördergeld doppelt einkalkuliert worden sei. Dadurch sei nach jetzigem Stand eine Finanzierungslücke von etwa 344.000 Euro entstanden. Zippel ist seit 1. Mai im Amt und führt derzeit interimsweise zusätzlich auch das Kulturreferat der Stadt.

Um die Finanzierungslücke zu verkleinern, wurden die Projekte gestrichen, zu denen es weder Beschlüsse des Stadtrats noch abgeschlossene Verträge gebe: „Damit konnten wir das Defizit - Stand jetzt - bereits um 224.000 Euro senken“, sagte Zippel.

Der Haupt- und Finanzausschuss beschloss zusätzlich, weitere Projekte zu streichen - nämlich eine Drohnenshow, einen Street-Art-Ring und die Lange Nacht der Kultur.

„Die Entscheidung, einzelne Veranstaltungen des städtischen Jubiläumsprogramms zu streichen, hat sich der Haupt- und Finanzausschuss nicht leichtgemacht. Sie war aber im Sinne einer verantwortungsvollen Haushaltspolitik unumgänglich“, sagte Zippel weiter. Das Jubiläumsprogramm enthalte jedoch noch viele weitere hochkarätige Veranstaltungen.

Vor 150 Jahren veranstaltete Richard Wagner (1813-1883) das erste Mal seine Bayreuther Festspiele. Noch heute reisen Wagner-Fans aus aller Welt im Sommer nach Bayreuth, um im Festspielhaus Wagners Werken zu lauschen.

Dieser Artikel ist Teil eines automatisierten Angebots der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Er wird von der idowa-Redaktion nicht bearbeitet oder geprüft.

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