Wetteraussichten
Bayern bleibt zum Start der Osterferien winterlich
Nichts ist es geworden, mit dem Biergartenbesuch am ersten Tag der Sommerzeit: Ungeachtet einer Stunde mehr Helligkeit am Abend lässt der Winter den Freistaat Bayern auch zu Beginn der Osterferien nicht aus seiner Umklammerung. Statt ausgedehnter Spaziergänge mit anschließendem Halt an der Eisdiele konnten sich eher die Wintersportler noch einmal über ein Neuschnee-Wochenende zum Saisonschluss freuen.
Vor allem in den Alpen und einigen Mittelgebirgen schneite es zum Start ins erste Ferienwochenende bei Temperaturen teils deutlich unter dem Gefrierpunkt. Die Lawinengefahr in den Alpen wurde in Höhen oberhalb von 1.800 Metern als erheblich eingestuft.
In den Skigebieten waren die Bedingungen zum Saisonschluss noch einmal richtig gut. In vielen Skigebieten endete die Wintersaison an diesem Sonntag, etwa in Garmisch-Partenkirchen, oder in Lenggries am Brauneck. „Der Ahorn-Sessellift und der Garland-Sessellift sind noch bis 29. März in Betrieb. Das ist - auch wenn es aktuell noch einmal schneit - der letzte Tag unseres Skibetriebes“, hieß es von dort. Am Spitzingsee wurde die Saison dagegen bis Karsamstag (4. April) verlängert. Auch in Oberstdorf laufen die Lifte noch in der ersten Aprilwoche, auf der Zugspitze wohl sogar noch bis in den Mai hinein.
Im freien Gelände stieg wegen großer Neuschneemengen noch einmal die Lawinengefahr, die oberhalb von rund 2.000 Metern mit erheblich angegeben wurde. Hauptproblem sei der Neuschnee. Schneebrettlawinen könnten bereits durch geringe Zusatzbelastung ausgelöst werden und teils groß werden. Unterhalb dieser Höhe gilt die Gefahr als mäßig. Mit weiterem Schnee und Wind dürfte die Lawinengefahr in den kommenden Tagen weiter ansteigen.
Im Watzmann-Gebiet hatte bereits am Samstag ein 64 Jahre alter Tourengeher Glück im Unglück: Einer seiner Begleiter löste ein Schneebrett aus, er wurde mitgerissen und stürzte ab. Letztlich blieb er aber mit freiem Kopf im Lawinenschnee liegen und konnte gerettet werden.
Auch die samstäglichen Ostereinkäufe in den Innenstädten gerieten teils ungemütlich. Zweistellige Temperaturen wurden am Vormittag nirgends gemessen. Auf der Zugspitze herrschte am Morgen noch strenger Frost, auch am Mittag zeigte das Thermometer noch leichte Minusgrade.
In der Nacht zum Montag soll es erneut kalt werden, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Schneefallgrenze sinke bis in tiefere Lagen, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Wer auf den Straßen im Freistaat unterwegs ist, sollte aufpassen, es kann glatt werden.
Mit viel Regen und teilweise Schnee gehe es zum Start in die neue Woche weiter. Vereinzelt seien am Montag auch Gewitter möglich, die Höchsttemperaturen liegen bei 4 bis 10 Grad. Nachts bleibe es gebietsweise glatt auf den Straßen. Am Dienstag rechnet der DWD zudem mit Graupelschauern und in Alpennähe weiterhin mit Schneefall.









